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Champagne feiert Super-Ernte : „Danke, Himmel“

Was für eine Qualität: Helfer lesen Anfang September in Mailly-Champagne die 2018er Trauben. Bild: AFP

Erst nass, dann trocken: Der Traube hat es gutgetan – doch das kann nicht über starke Spannungen unter Winzern hinwegtäuschen.

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          Sie tragen schwarz-weiße Talare über der weißen Uniform. Unter Trompetenklängen ziehen die Präsidiumsmitglieder in den Saal ein. In den Gläsern schäumt es, während feierliche Reden erklingen. Der „Orden der Champagnerhänge“, gegründet 1656, beruft neue Mitglieder und Botschafter durch einen Ritterschlag, bei dem den Berufenen ein besonders langes und verziertes Champagnerglas auf die Schulter gelegt wird. Man wähnt sich im Mittelalter, zumal die Ehrung im erzbischöflichen Palais du Tau neben der Kathedrale von Notre-Dame de Reims stattfindet.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Früher warteten hier die französischen Könige auf ihre Krönung und feierten danach ein großes Bankett. Heute gibt man sich der Vorfreude auf ein irdischeres Ereignis hin: Unisono loben die Champagner-Barone die diesjährige Ernte als außergewöhnlich gut – in Qualität und Quantität. Bis ins Frühjahr regnete es viel, danach war der Sommer heiß und trocken. Der Befall mit falschem Mehltau blieb aus, und die tiefschlagenden Wurzeln der Rebstöcke konnten auf die Feuchtigkeit im Kreidegestein zurückgreifen.

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