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Deutschlands Währungsreserven : Die Bundesbank kauft jetzt Yuan

  • Aktualisiert am

Geldscheine kommen aus einem chinesischen Geldautomaten. Bild: Reuters

Chinas Währung wird wichtiger: Der Internationale Währungsfonds hat sie zum Teil seiner Kunstwährung gemacht. Künftig finanziert auch die Bundesbank Fernost mit.

          Die Bundesbank wird den chinesischen Yuan in ihre Währungsreserven aufnehmen. Dies sagte Bundesbankvorstand Andreas Dombret an diesem Montag in Hongkong. Der Beschluss dazu sei bereits im vergangenen Jahr getroffen worden.

          Ausschlaggebend sei gewesen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) denselben Schritt getan und für eine halbe Milliarde Euro Yuan gekauft habe. Dombret wollte sich aber nicht zu dem Betrag äußern, den die Bundesbank zu erwerben gedenkt.

          Ritterschlag durch den IWF

          Der Renminbi, wie der Yuan auch genannt wird, werde von Zentralbanken zunehmend als Teil ihrer Währungsreserven verwendet, sagte Dombret. Die Bundesbank habe sich dazu entschlossen, dies ebenso zu handhaben. Mit ausschlaggebend sei gewesen, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) den Yuan im Jahr 2016 als Bestandteil in seine sogenannten Sonderziehungsrechte aufgenommenen hat.

          Die Sonderziehungsrechte sind eine Art Kunstwährung, die als Teil der Währungsreserven der Notenbanken gelten. Die Aufnahme des Yuan in die IWF-Sonderziehungsrechte wurde seinerzeit als „Ritterschlag“ für Chinas Währung gewertet. Neben der chinesischen Währung gehören dazu der amerikanische Dollar, der Euro, der japanische Yen und das britische Pfund.

          Die Aufnahme des Yuan als Sonderziehungsrecht war nie frei von Kritik. Bemängelt wurde etwa, dass der Kurs des Yuan, im Gegensatz zu den anderen großen Währungen, nur in engen Grenzen schwanken darf. Die chinesische Notenbank hat weiterhin großen Einfluss auf den Wechselkurs.

          Hinzu kommt, dass China in den vergangenen Jahren die Tauschbarkeit der Währung zumindest einschränkte, zum Beispiel durch ausgeweitete Kapitalverkehrskontrollen. Bundesbankvorstand Dombret sprach die daran gelegentlich geäußerte Kritik an. Er teile die Einwände gegen die unvollständige Liberalisierung des Wechselkurses hin zu einer frei schwankenden Währung. China könne diesen Prozess fortzusetzen und weiter gehen. Dies sei aber eine freie Entscheidung des Landes.

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