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Kein Gewinn : Die Botschaft der Bundesbank

Die Bundesbank bildet eine hohe Risikovorsorge. Bild: dpa

Zum ersten Mal, seit es den Euro gibt, macht die Bundesbank keinen Gewinn. Das ist auch ein politisches Signal. Aber nicht an Bundesfinanzminister Olaf Scholz – auch wenn der die gewohnten Milliarden im Haushalt vermissen wird.

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          Der Satz klang ziemlich trocken. „Der Bilanzgewinn der Deutschen Bundesbank ist null.“ Mit diesen Worten präsentierten Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und sein Vorstandskollege Johannes Beermann am Mittwoch die Bundesbankbilanz für 2020. Während die Europäischen Zentralbank vor gut einer Woche noch einen Jahresüberschuss von 1,64 Milliarden Euro vorstellen konnte, der an die nationalen Notenbanken verteilt wurde, muss Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in diesem Jahr leider auf den üblichen Scheck aus Frankfurt verzichten.

          Das ist keine beruhigende Entwicklung. Die Bundesbank wird nicht ohne Not auf die Ausweisung eines Gewinnes verzichten. Und auch der Bundesfinanzminister wird nicht begeistert sein, wenn die Milliarden von der Bundesbank, an die man sich im Haushalt gewöhnt hat, dieses Jahr nicht fließen. Allerdings: Was den Gewinn der Notenbank in erheblichem Maße geschmälert hat, ist die Vorsorge für Risiken, die im Zusammenhang mit den Krisenprogrammen stehen. Das Geld ist also noch nicht weg – aber die Vorsorge zeigt, wo Gefahren schlummern.

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