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Proteste gegen Fahrverbote : Die große Angst vor den gelben Westen

„Wir sind Diesel“-Demo in Stuttgart. Bild: dpa

Noch ist der Protest gegen die Diesel-Fahrverbote in Deutschland klein. Aber er hat Folgen. Auf einmal sprechen alle Parteien viel freundlicher über das Auto.

          6 Min.

          Am Samstag waren sie wieder unterwegs, die Dieselbesitzer mit ihren gelben Warnwesten. Nicht in ihren Autos waren sie auf der Straße, sondern zu Fuß mit Megafon und Schildern, auf denen steht: „Wir sind Diesel.“

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Die Zahlen sind überschaubar, insgesamt kamen einige tausend Demonstranten. Aber sie entfalten Wirkung, weil sich viele Politiker sorgen, dass es bald noch mehr werden könnten. Schon als im November die ersten Bilder aus Frankreich über die deutschen Bildschirme flimmerten, wo die „Gelbwesten“ den Widerstand gegen eine höhere Ökosteuer mit allgemeinem Sozialprotest verbanden, witterten sie Gefahr. Die Tonlage gegenüber dem Auto hat sich geändert, sie ist freundlicher geworden, nicht nur beim Diesel-Thema. Auch dass die Berliner Koalition die Debatte um ein generelles Tempolimit sofort austrat, hatte damit zu tun. Nicht mal die sozialdemokratische Umweltministerin traute sich noch eine Gegenrede.

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