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DGB : Kaum neue Ausbildungsverträge

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Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack Bild: dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt: Jungen Menschen mit Haupt- und mittlerem Schulabschluss gelinge kaum noch der direkte Wechsel von der Schule in die Lehre.

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          Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge ist nach Aussage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) trotz stabiler Bewerberzahlen auf den niedrigsten Wert seit der deutschen Einheit gefallen. Jungen Menschen mit Haupt- und mittlerem Schulabschluss gelinge kaum noch der direkte Wechsel von der Schule in die Lehre, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack der Nachrichtenagentur dpa. Fast jeder Dritte dieser Jugendlichen lande zunächst in einer sogenannten Warteschleife des Übergangssystems, „die nicht zu einer voll qualifizierenden Ausbildung führt“.

          Die Bundesagentur für Arbeit wird an diesem Mittwoch ihre Jahresbilanz zum Ausbildungsstellenmarkt 2013 vorlegen. Nach ersten Trendmeldungen aus Industrie und Handwerk wird mit einem Rückgang bei den neuen Lehrverträgen gerechnet. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist seit Jahren rückläufig. Im vergangenem Jahr stellten nur noch 21,7 Prozent der 2,1 Millionen Unternehmen in Deutschland Lehrlinge ein. Vor allem kleinere Betrieben ziehen sich aus der Ausbildung zurück.

          Die stellvertretende DGB-Vorsitzende sagte dazu: „Früher galt die Faustregel, dass bei guter Konjunktur auch die Zahl der Ausbildungsverträge steigt. Das gilt heute leider nicht mehr.“ Zugleich blieben zahlreiche Lehrstellen unbesetzt. Dies gelte vor allem für die Branchen, die für ihre schlechten Ausbildungsbedingungen bekannt seien.

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