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Gewerkschafts-Chef Hoffmann „Betriebsräte zetteln nicht die Revolution an“

Am 4. Februar vor 100 Jahren bekamen Arbeiter das Recht, Betriebsräte zu gründen. Ein Gespräch mit DGB-Chef Reiner Hoffmann über Klassenkampf und Digitalisierung.

Von Dietrich Creutzburg, Berlin

DGB-Chef Reiner Hoffmann
© dpa
DGB-Chef Reiner Hoffmann

Herr Hoffmann, vor 100 Jahren trat das Betriebsrätegesetz in Kraft. Nach der Novemberrevolution wollten Arbeitervertreter mit solchen Räten Kontrolle über die Wirtschaft gewinnen und den Kapitalismus überwinden. Wie aktuell ist dieses Anliegen für Gewerkschaften heute?

Verglichen mit der historischen Situation sind wir heute in einer völlig anderen Phase. Im Kern ging es damals um die Frage, ob Sozialismus, ungezügelter Industriekapitalismus oder Sozialpartnerschaft die Zukunft prägen sollten. Der entscheidende Fortschritt der vergangenen 100 Jahre ist darin zu sehen, dass wir den Industriekapitalismus der Anfangszeit erfolgreich gezähmt haben – auch mit Hilfe der Institution der Betriebsräte.

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