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F.A.Z. exklusiv : Krankenkassen lehnen Zuckersteuer ab

  • Aktualisiert am

Zuckerhaltiges Erfrischungsgetränk: Cola Bild: dpa

Ist eine Steuer auf Softgetränke sinnvoll? Deutsche Krankenkassen halten nichts davon – sie schlagen einen anderen Weg vor, um den Zucker in den Griff zu bekommen.

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          Deutschlands Krankenkassen halten wenig von Forderungen nach einer Steuer auf Zucker, um den gesundheitsschädlichen Konsum süßer Softgetränke einzudämmen. Das ergab eine Umfrage der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z./Donnerstagausgabe). Eine Steuer auf Süßgetränke hatte unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO verlangt, auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft will auf diese Weise die gesunde Ernährung fördern.

          Der Vorstandschef der Barmer-Ersatzkasse, Christoph Straub, sagte der F.A.Z, er halte nichts von Zwang und Verboten. Um die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu fördern, müsse man positive Anreize setzen. „Dazu gehören sicherlich nicht höhere Steuern, sondern mehr Bildung, die bereits im Kindesalter einsetzen muss“, so Straub.

          Auch die Technikerkasse und DAK lehnten Zwangsmaßnahmen ab. Der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, beklagt zwar, dass jeder Deutsche statistisch gesehen täglich mehr als das Doppelte der von der WHO empfohlenen Zuckerration verzehre. Doch müsse man zunächst mit freiwilligen Maßnahmen, in Gesprächen mit der Nahrungsmittelindustrie und mehr Aufklärung in Kindergärten und Schulen an einer Lösung arbeiten. Erst danach bleibe eine Zuckersteuer „als letztes Mittel“, sagt Litsch. Vertreter der Betriebs- und Innungskassen äußerten sich ähnlich. Unlängst hatte die AOK-Rheinland/Hamburg erklärt, eine Zuckersteuer müsse „in Betracht gezogen werden“.

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