https://www.faz.net/-gqe-9p3gr

Einpersonenhaushalt : Jeder Fünfte in Deutschland lebt allein

  • Aktualisiert am

Konfitüre, Toastbrot und Butter stehen in einem Kühlschrank. Bild: dpa

In Deutschland gibt es immer mehr Singlehaushalte, seit 1991 ist die Zahl deutlich gestiegen. Den größten Anteil aber macht eine andere Gruppe aus.

          1 Min.

          Für 17,3 Millionen Menschen in Deutschland erübrigt sich die Diskussion, wer gerade mit dem Abwasch dran ist: Sie führen ihren Haushalt allein. Damit lebte im vergangenen Jahr jeder fünfte Mensch in Deutschland in einem Einpersonenhaushalt, berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag über die Zusammensetzung der 41,4 Millionen privaten Haushalte in Deutschland.

          Das war nicht immer so: Seit 1991 stieg die Zahl der Einpersonenhaushalte um 46 Prozent. Die Zahl der Haushalte mit drei oder mehr Personen, ob nun Familie oder Wohngemeinschaft, habe dagegen im gleichen Zeitraum um 20 Prozent abgenommen. Die durchschnittliche Haushaltsgröße ging von 1991 bis 2018 von 2,27 auf 1,99 statistisch gezählten Bewohnern zurück, hieß es über die Auswertung des sogenannten Mikrozensus.

          Im vergangenen Jahr lebten in 58 Prozent der Haushalte zwei oder mehr Bewohner. Den weitaus größten Anteil unter diesen 24 Millionen Haushalten machen mit 34 Prozent die Zweipersonenhaushalte aus – das können ebenso Paare sein wie Alleinerziehende mit Kind oder eine Zweier-WG. In zwölf Prozent der Haushalte lebten drei Menschen, bei neun Prozent handelte es sich um Vierpersonenhaushalte. Nur in drei Prozent der Haushalte gab es fünf oder mehr Bewohner.

          Während die Haushaltsgröße immer weiter zurückging, nahm die Zahl der Haushalte zu: Im Jahr 1991 hatte es noch 35,3 Millionen Haushalte gegeben. Die 41,4 Millionen Haushalte im vergangenen Jahr bedeuten den Angaben zufolge eine Zunahme um 17 Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Eine Frau trägt vor einer Apotheke eine Mund- und Nasenmaske.

          Liveblog zu Coronavirus : Erste Fälle in Hessen und Hamburg

          Insgesamt 22 Neuinfizierte in sechs Bundesländern +++ Schwarzer Tag an der Wall Street +++ Robert-Koch-Institut: Corona gefährlicher als Grippe +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.
          Blick in den Handelssaal der Frankfurter Börse.

          Angst vor dem Virus : Breiter Kursverfall an den Weltbörsen

          Das Coronavirus infiziert immer mehr Menschen außerhalb Chinas. Die Sorgen vor dem Virus haben schon 3 Billionen Euro Börsenwert vernichtet. Die Wall Street erlebte den schlechtesten Tag seit zwei Jahren. Ein Ende ist nicht in Sicht.
          Urteil mit Signalwirkung: Das Bundesverfassungsgericht (hier im November 2019)

          Urteil zu Rechtsreferendarin : Robe sticht Kopftuch

          Das Bundesverfassungsgericht hat das Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen bestätigt. Das Gericht sei ein besonderer Ort, an dem der Neutralität staatlicher Vertreter besonderer Bedeutung zukomme.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.