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Mit 20 Millionen Euro : Deutschland unterstützt Impfstoffproduktion in Afrika

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller Bild: obs

Der Kontinent brauche eine Impfstoffoffensive, betont Entwicklungsminister Gerd Müller. Auf seiner Reise sagt er eine Anschubfinanzierung von 20 Millionen Euro zu.

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          Deutschland unterstützt Afrika bei dem Aufbau einer eigenen Impfstoffproduktion. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte nach seinem Besuch des Instituts Pasteur in Senegal eine Anschubfinanzierung von 20 Millionen Euro zu. Nach den Worten des Ministers wächst die Covid-Bedrohung in Afrika. „Derzeit steigen die Neuinfektionszahlen pro Woche um 20 Prozent“, sagte der CSU-Politiker der F.A.Z. Die Delta-Variante habe 14 afrikanische Länder erreicht. Aber erst 35 Millionen Menschen hätten auf dem ganzen Kontinent eine erste Impfung erhalten.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Notwendig ist nach seiner Einschätzung eine Impfstoffoffensive in Afrika, um 30 Prozent der Menschen bis Ende des Jahres zu impfen. „Dafür ist eine Verzehnfachung der Anstrengungen erforderlich“, sagte Müller. „Wir brauchen dringend Impfstoff ‚made in Africa‘.“ Das Institut Pasteur in Senegal habe ein überzeugendes Konzept zum Aufbau einer eigenen afrikanischen Impfstoffproduktion gegen Covid-19 in Lizenzproduktion vorgelegt. „Das Institut hat Weltruf und stellte bereits Impfstoffe gegen Geldfieber und Corona-Tests her“, betonte er.

          Das Konzept sehe in der ersten Phase die Abfüllung von Impfstoffen von April 2022 an vor, parallel solle eine Produktionsanlage für Covid-Impfstoffe aufgebaut werden. „Das wäre eine Initialzündung im Kampf gegen die Pandemie in Afrika“, meinte Müller. „Wir sprechen jetzt mit verschiedenen Patentinhabern, diese Produktion zu unterstützen. So ein Technologieschub würde auch bei kommenden Virusinfektionen helfen.“

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