https://www.faz.net/-gqe-a9ggd

Deutschland und Atomausstieg : Den Anschluss verpasst

Dampf steigt aus den Kühltürmen des Atomkraftwerks Grohnde im Landkreis Hameln-Pyrmont auf. Bild: dpa

Zehn Jahre nach Fukushima erschwert der deutsche Atomausstieg den Klimaschutz. Denn: Die Bilanz der Kernkraft ist viel besser ist als bei den fossilen Brennstoffen. Manches Land nennt die Atomkraft deswegen sogar „grün“.

          3 Min.

          In der Corona-Krise ist es etwas stiller geworden um die Klimapolitik. Das aktivistische Wunderkind von einst, die „Fridays for Future“-Gründerin Greta Thunberg, hat die Volljährigkeit erreicht, und auch in Washington regiert inzwischen ein Erwachsener. Man darf hoffen, dass die Debatte um den Klimawandel insgesamt an Reife gewinnt. Auch mit Blick auf die Kernenergie.

          An diesem Donnerstag vor zehn Jahre ereignete sich der Reaktorunfall in Fukushima, anschließend nahm in Deutschland die schwarz-gelbe Koalition die kaum fünf Monate zuvor beschlossene Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke zurück und besiegelte den vollständigen Atomausstieg bis Ende 2022. Jenseits der Gedenktage ist das Thema auch deshalb von Bedeutung, weil einige Regierungen und Wissenschaftler die Kernkraft als ein Mittel gegen die Erderwärmung ansehen. Sogar Frau Thunberg hat darauf hingewiesen, dass der Weltklimarat darin einen Beitrag zur kohlenstoffarmen Energieerzeugung sehe.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Hat sein Päckchen geschnürt: Hermann Gerland verlässt den FC Bayern

          Trainerabschied bei den Bayern : Mia san weg

          Wenn Klose öffentlich redet, dann hat er auch was zu sagen. Und wenn Gerland geht, dann will das was heißen. Doch abseits von Stilfragen kann man beim FC Bayern einen Wandel erkennen.