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Sanktionen im Ukrainekrieg : Deutschland kann sich ein Energieembargo leisten

Demonstranten in Hamburg fordern ein Embargo auf russisches Gas und Öl. Bild: dpa

Die Bundesregierung warnt vor schrecklichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten eines Embargos. Diese Schwarzmalerei unterschätzt die deutschen Möglichkeiten und überschätzt das wirtschaftliche Potential Russlands.

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          Die Frage, ob Europa auf Wladimir Putins Krieg mit einem Embargo russischer Lieferungen von Gas, Öl und Kohle antworten soll, sorgt für kontroverse Debatten nicht zuletzt in Deutschland. Die Bundesregierung erweist sich mit Verweis auf deutsche Abhängigkeiten als Bremser. Aber eine Verschärfung des Sanktionsregimes läge im Interesse Europas. Diese Verschärfung müsste ein rasches Embargo bei Öl und Kohle einschließen. Sollte sich ein Embargo bei Gas nicht verwirklichen lassen, ermöglichte ein Importzoll die Abschöpfung russischer Gewinne aus den Lieferungen.

          Sanktionen benötigen ein klares Ziel: Sie sollen die russische Wirtschaft schwächen und damit die Fortführung des Krieges erschweren. Tragen Energiesanktionen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen? In Berlin wird gerne erzählt, Putin brauche keine Devisen für den Krieg, da er seine Soldaten in Rubel bezahle.

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