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Deutschland in der Krise : Saat des Aufschwungs

Geht die Sonne auf oder unter über der deutschen Konjunktur, hier der Hamburger Hafen? Bild: dpa

Die Inflationsrate ist denkbar gering. Allerdings spricht eine andere Kennzahl dafür, dass im Herbst vielleicht wirklich die Erholung der Wirtschaft beginnt.

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          Eine Inflationsrate von nur noch 0,1 Prozent im Mai wird der Europäischen Zentralbank eine willkommene Gelegenheit bieten, ihr speziell für die Corona-Krise geschaffenes Ankaufprogramm für Wertpapiere über das zunächst genannte Volumen von 750 Milliarden Euro aufzustocken. Nun zeigen zahlreiche Untersuchungen nur eine sehr beschränkte Wirkung selbst massiver Anleihekäufe auf die Inflationsrate. Die EZB schießt mit großen Kanonen auf ein Ziel, das sie möglicherweise verfehlt.

          Ebenfalls am Freitag hat die EZB für den April einen deutlichen Zuwachs der Geldmenge und der Kredite in der Eurozone bekanntgegeben. Der Zusammenhang zwischen der Geldmenge und der Inflationsrate ist schon lange nicht mehr eng.

          Wie der Chefvolkswirt von Berenberg, Holger Schmieding, nicht müde wird zu betonen, lässt sich allerdings seit langer Zeit ein Zusammenhang zwischen Veränderungen der Wachstumsrate der Geldmenge und einem zwei oder drei Quartale später beobachtbaren Wachstum der Wirtschaft beobachten. Auch das ist kein Gesetz, aber es mag sein, dass in diesem Herbst die Saat eines Aufschwungs aufzugehen beginnt.

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