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Nachhaltigkeit : Deutschland hat bis Mai seine Ressourcen fürs ganze Jahr verbraucht

  • Aktualisiert am

Deutschland verbraucht zu viele Ressourcen, glaubt die Organisation Germanwatch. Bild: dpa

Wenn die ganze Welt so viele Ressourcen verbrauchte wie Deutschland, wären die Vorräte für dieses Jahr schon jetzt aufgebraucht. Umweltverbände kritisieren: Den Preis werden zukünftige Generationen zahlen.

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          Deutschland hat bereits in den ersten vier Monaten so viele Ressourcen verbraucht, wie dem Land eigentlich für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Auf den nationalen sogenannten Erdüberlastungstag an diesem Freitag wiesen die Umweltschutzorganisationen Germanwatch und BUND hin. Im Vorjahr hatte der deutsche Erdüberlastungstag auf dem 2. Mai gelegen, 2017 sogar bereits auf dem 24. April.

          „Wäre der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung so groß wie in Deutschland, dann hätte sie schon bis zu diesem Zeitpunkt die regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die ihr für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen“, schrieb dazu Germanwatch. „Die Menschen hierzulande leben ab dem 3. Mai daher auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im globalen Süden, die deutlich weniger verbrauchen, aber stärker von den ökologischen Folgen betroffen sind.“

          Würden alle Staaten der Welt so wirtschaften wie Deutschland, und alle Menschen so leben wie hierzulande, bräuchte die Menschheit drei Erden, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken, kritisierte der BUND. „Deutschland lebt ab heute auf Pump und verschwendet großzügig die Lebensgrundlagen anderer Länder und zukünftiger Generationen“, erklärte der politische Geschäftsführer der Organisation, Olaf Brandt, am Donnerstag in Berlin.

          Widerstand der jungen Generation

          Als Gründe dafür nannte der BUND unter anderem einen viel zu hohen Energieverbrauch, den steigenden CO2-Ausstoß im Verkehr und in der Massentierhaltung sowie die Verunreinigung von Böden, Luft und Grundwasser. „Sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Ressourcennutzung agiert die Bundesregierung, als ob es kein Morgen gäbe“, kritisierte Kira Heinemann vom Vorstand der BUND-Jugend. Sie kündigte dagegen Widerstand ihrer Generation an, so im Rahmen der Fridays-for-Future-Proteste.

          Die Daten für Deutschland liegen jeweils deutlich vor denen der globalen Erdüberlastungstage, die derzeit in der Regel Anfang August liegen. Berechnet wird der Termin jährlich vom Global Footprint Network. Weltweit lag der Erdüberlastungstag noch um die Jahrtausendwende Ende September und rückte anschließend immer weiter nach vorne. Seit einigen Jahren bleibt der Termin ungefähr stabil.

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