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Autojobs in Gefahr : War Ford nur der Anfang?

Damals gab es noch Blumen: Eröffnung des Ford-Werks in Saarlouis im Januar 1970. Bild: Ford Werke/obs

Durch den Wechsel zum Elektroauto sind bei Ford in Saarlouis tausende Jobs in Gefahr. Andere Hersteller stehen vor ähnlichen Herausforderungen.

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          Das Ford-Werk in Saarlouis steht vor dem Aus. Eine ganze Autofabrik könnte verschwinden in einer strukturschwachen Region in Deutschland. Diese Nachricht schaffte es diese Woche sogar in die Abendnachrichten der Fernsehsender. Denn die Symbolwirkung, die von Saarlouis ausgeht, hat viel mehr Wucht als die kleckerweisen Arbeitsplatzverluste, die Autohersteller und Zulieferer schon seit Jahren vermelden. Die Frage liegt auf der Hand: Ist die Entscheidung von Ford, ein neues Elek­tro­auto nicht an der Saar zu bauen, sondern im spanischen Valencia, der Anfang eines großen Stellenkahlschlags in Deutschland, der durch den Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb seit Langem befürchtet wird?

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Für das Saarland ist dieses Werk ganz, ganz wichtig“, sagt Benjamin Gruschka, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Ford in Deutschland. In Saarlouis stehen bei Ford selbst 4600 Indus­trie­arbeitsplätze auf der Kippe und weitere 1300 Jobs bei Zulieferunternehmen in unmittelbarer Nähe des Werks. Der amerikanische Konzern hatte am Mittwoch mitgeteilt, Valencia den Vorzug vor Saarlouis zu geben. Saarlouis bekommt damit kein neues Standbein in der Autozukunft. Das dort derzeit gefertigte Kompaktmodell Focus mit Verbrennungsmotor unter der Haube läuft 2025 aus. „Ein anderes Modell werden wir nun sicher nicht mehr bekommen“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Gruschka. Vielleicht gibt es für das Werk eine Perspektive als Lieferant von Bauteilen. Aber das ist bisher nur ein Hoffnungswert.

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