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Statistisches Bundesamt : Deutschland erzeugt mehr Strom aus erneuerbaren Energien

  • Aktualisiert am

20 Prozent des Stroms stammen inzwischen aus der Windkraft. Bild: dpa

Mehr Strom aus Sonne, Wind und Co.: Auch in diesem Jahr ist der Anteil an grünem Strom an der deutschen Erzeugung gestiegen. Trotzdem ist ein anderer Energieträger noch immer die wichtigste Stromquelle.

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          Der Anteil erneuerbarer Energien an der eingespeisten Strommenge ist im zweiten Quartal 2019 auf 46 Prozent gestiegen, nach 41 Prozent im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 56 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom erzeugt und in das Netz eingespeist. Das waren 6,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Freitag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte.

          Die Entwicklung sei durch den gesetzlichen Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien begünstigt, erläuterte die Wiesbadener Behörde. Der Branchenverband BDEW hatte Ende Juni berechnet, dass im ersten Halbjahr diesen Jahres erstmals 44 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kamen.

          Kohle weiter wichtigster Energieträger

          Bei der Stromproduktion verzeichneten Erdgas mit einem Plus von 43,8 Prozent und Windkraft mit einem Plus von 13,6 Prozent die höchsten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der hohe Anstieg der durch Erdgas erzeugten Strommenge lässt sich unter anderem mit den zur Zeit niedrigen Preisen für Erdgas begründen. Dagegen sank die durch Kohle produzierte Menge um 24,3 Prozent.

          Trotz des deutlichen Rückgangs war Kohle mit einem Anteil von 29 Prozent nach wie vor der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung, gefolgt von Windkraft (20 Prozent), Photovoltaik (13 Prozent) und Kernenergie (12 Prozent). Im Vorjahreszeitraum hatte der Kohleanteil allerdings noch bei knapp 37 Prozent gelegen.

          Die überdurchschnittlich hohe Zahl an Sonnenstunden im Juni 2019 führte zu einem Anstieg der durch Photovoltaik erzeugten Strommenge um 21,9 Prozent im Vergleich zum Juni 2018. Durch den gleichzeitigen Rückgang der Nachfrage nach Strom um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Anteil des Photovoltaik-Stroms an der insgesamt eingespeisten Strommenge im Juni 2019 bei 17 Prozent.

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