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Deutsche Landwirte : Mut zu Bio

  • -Aktualisiert am

Die Lage ist ernst: Wegen der niedrigen Preise haben deutsche Landwirte im Schnitt mehr als ein Drittel ihrer Einkommen verloren. Das ist die Kehrseite ihrer stark gewachsenen Exportabhängigkeit.

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          Man könnte den Eindruck haben, so ein Bauer jammere ja ständig. Das stimmt jedoch nicht. Wahr ist, dass ein Bauer in schlechten Jahren jammert und in den guten sehr verschwiegen wird. Derzeit gibt es tatsächlich wieder Grund zur Klage. Die Lage ist ernst, denn die deutschen Landwirte haben wegen der niedrigen Preise durchschnittlich 35 Prozent ihrer Einkommen verloren. Das ist die Kehrseite ihrer stark gewachsenen Exportabhängigkeit.

          Die Gewinne waren zuvor mit den Preisen der Agrarrohstoffe in nicht gekanntem Ausmaß angestiegen. Und jetzt fallen sie wieder mit den Weltmarktpreisen, weil es zu viel von allem gibt und die Kaufkraft der Schwellenländer schwindet. Nur den für regionale Märkte ackernden Biobauern geht es besser. Aber folgt daraus, dass das Geschäftsmodell Agrarexport für alle Zeiten unterlegen ist, wie die Grünen meinen?

          Das stimmte, wenn Deutschland für alle Zeiten wirtschaftlich florierte und die Schwellenländer in ewiger Depression verharrten. Auch diese Annahmen für sicher zu halten ist mit Risiken verbunden. Dass so wenige Bauern den unterversorgten, boomenden Biomarkt bedienen, ist trotzdem überaus erstaunlich.

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