https://www.faz.net/-gqe-9nzfy

Deutsche Maschinenbauer : Frust über die Russland-Sanktionen

  • -Aktualisiert am

Wenn Ministerpräsidenten das Ende der Russland-Sanktionen fordern, darf das der Präsident einer deutschen Kernindustrie erst recht. Denn die sind nicht sein einziges Problem.

          Wenn schon deutsche Ministerpräsidenten ein Ende der Russland-Sanktionen fordern, dann darf das der Präsident einer industriellen Kernbranche erst recht. Zumal die Maschinenbauer, deren erster Mann Carl Martin Welcker ist, tatsächlich einiges einstecken mussten in Putins Reich.

          Ehemals der mit Abstand wichtigste Ausrüster russischer Unternehmen mit Maschinen, ist der deutsche Primus inzwischen deutlich geschrumpft. Chinesische Konkurrenten hat’s gefreut, sie sind in die Lücke gestoßen.

          Es greift zu kurz, in Welcker einen dünnhäutigen Verbandsoberen zu sehen, der von eigenen Schwächen ablenken will – haben die Maschinenbauer zuletzt doch mehrmals ihre Prognosen kassieren müssen, und zwar nicht für Russland, sondern für ihr gesamtes Geschäft. Vielmehr ist es so, dass es gerade ein paar internationale Baustellen zu viel gibt, um ständig die Fassung zu wahren.

          Für die exportstarken Maschinenbauer, die vier von fünf Maschinen ins Ausland verkaufen, ist es natürlich nicht neu, von der internationalen Politik abhängig zu sein. Das nehmen sie in guten wie in schlechten Zeiten normalerweise schulterzuckend hin.

          Sie wollen mit technischen Lösungen punkten, nicht mit politischen. Aber angesichts von amerikanisch-chinesischem Handelskrieg, Brexit oder eben Russland-Sanktionen sollte gelten: Auch Export-Weltmeister dürfen mal Dampf ablassen.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bereits ab 14.00 Uhr könnte die gefühlte Temperatur über 32 Grad liegen, dann herrscht Warnstufe 2. (Archivbild aufgenommen in Berlin)

          Deutscher Wetterdienst : Hitzewarnung für Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Montag mit ersten Hitzewarnungen. Ab Mittwoch soll dann ganz Deutschland von einer Hitzewelle erfasst werden. Besonders Kinder, alte und kranke Menschen sind durch die hohen Temperaturen gefährdet.
          Als erster auf dem Tourmalet: Thibaut Pinot jubelt über den Etappensieg bei der Tour de France.

          Tour de France : Pinot bezwingt den legendären Berg

          Bei der Fahrt auf den berüchtigten Tourmalet ist Thibaut Pinot am Schnellsten. Zweiter wird ebenfalls ein Franzose, der das Gelbe Trikot behält. Emanuel Buchmann landet nach einer starken Leistung auf Platz vier.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.