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Schärfere Ziele : Deutsche Familie scheitert mit Klima-Klage gegen EU

  • Aktualisiert am

Maike und Michael Recktenwald aus Langeoog sind mit ihrer Klage vor dem EU-Gericht gescheitert. Bild: obs

Unter Berufung auf ihre Grundrechte hatte eine Klägergruppe schärfere Klimaziele gefordert. Luxemburger Richter haben den Antrag jetzt als unzulässig abgelehnt. Denn: Der Klimawandel treffe wahrscheinlich jeden.

          Eine deutsche Familie und neun Gleichgesinnte sind mit ihrer Klage für schärfere Klimaziele vor dem EU-Gericht gescheitert. Die Luxemburger Richter wiesen den Antrag als unzulässig ab, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch bestätigte. Der Klimawandel werde wahrscheinlich jeden treffen, heißt es im Beschluss des Gerichts.

          Die Kläger könnten nicht nachweisen, dass ihre individuellen Grundrechte auf besondere Weise beschnitten würden. Gegen den Beschluss sind noch Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof möglich, wie der Gerichtssprecher bestätigte.

          Eine Familie von der Nordsee-Insel Langeoog sowie neun weitere aus der EU, Kenia und Fidschi hatten das europäische Parlament und den Rat der EU-Länder darauf verklagt, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Das EU-Ziel, bis 2030 die Treibhausgase um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken, reiche nicht aus.

          Die klagende Familie Recktenwald wohnt seit vier Generationen auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Sie sieht ihre Heimat und ihr als Familienbetrieb geführtes Hotel und Restaurant durch den steigenden Meeresspiegel bedroht.

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