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Bankenfusion : Die Regierung hat die Lehren der Finanzkrise vergessen

  • -Aktualisiert am

Auch die Commerzbank kann der Deutschen Bank nicht aus der Bredouille helfen. Bild: dpa

Die Deutsche Bank steckt schon länger in der Klemme. Berlin bietet seine Commerzbank-Aktien an. Aber um die Probleme der Deutschen Bank zu lösen, ist auch die Commerzbank zu klein. Eine Fusion birgt stattdessen neue Gefahren.

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          Stolz waren sie in der Deutschen Bank darauf, dass sie in der vor zwölf Jahren ausgebrochenen Finanzkrise keine Hilfsgelder vom Staat nötig hatten. Er hätte sich geschämt, sagte der damalige Bankchef Josef Ackermann, nachdem der Bund den kleineren Rivalen Commerzbank mit 18 Milliarden Euro stützte. Heute sind die Umstände andere: Die Deutsche Bank steckt tief im Schlamassel. Die Commerzbank dagegen hat wenig Gewinnverbesserungspotential, aber es geht ihr recht passabel.

          Auch die politischen Umstände haben sich geändert. Heute ist eine direkte Staatshilfe für eine börsennotierte Großbank den Wählern noch schwerer vermittelbar als vor zehn Jahren. Zu viele Skandale sind gerade in der Deutschen Bank zutage getreten: Libor-Manipulation, Verkauf falsch deklarierter Hypothekendarlehen, Geldwäsche – und das ist nur eine kleine Auswahl. Lange hielten Mitglieder der Regierung Abstand, um nichts vom schlechten Ruf der Banker abzubekommen. Doch unter der SPD-Führung hat sich das Finanzministerium darauf besonnen, dass es noch 15,6 Prozent an der Commerzbank hält.

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