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Tim Kanning (kann.)

Deutsche Bank : Nicht verzocken

  • -Aktualisiert am

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, im Januar 2020 Bild: Reuters

Anders als eigentlich geplant soll die Investmentsparte der Deutschen Bank wieder Wachstum bringen. Wird sie nun doch wieder zur Zockerbude?

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          Dass dieser Balanceakt schwierig werden würde, war klar: Als Vorstandschef Christian Sewing die Deutsche Bank im Jahr 2018 neu ausrichtete, schwebte ihm ein Konzern vor, der seine Gewinne gleichermaßen im launigen Investmentbanking wie im soliden Privat- und Unternehmenskundengeschäft erzielt. Nun ist klar, dass daraus zumindest bis Ende 2022 nichts wird. Vor allem die Investmentbanker sollen wieder Wachstum bringen.

          Wird die Bank nun also doch wieder zur Zockerbude? Die hohen Milliardenstrafen der vergangenen Jahre haben die vermeintlich goldenen Jahre der Bank, in denen die Investmentbanker das Sagen hatten, wertlos gemacht. Nach allem, was man weiß, ist die Investmentbank heute jedoch eine andere. Der Eigenhandel ist eingestellt. Das Aktiengeschäft, in dem die Bank oft mit waghalsigen Geschäften zu den großen Spielern aufschließen wollte, hat Sewing erstaunlich schnell eingestampft. Stattdessen hat er das Geschäft auf das konzentriert, was die Bank schon länger besonders gut kann: Anleihen und Währungen. Auch da kann man allerdings Mist bauen und manipulieren. Das gerade wieder aufkeimende Vertrauen in die Bank nun zu verzocken wäre jedoch das Dümmste, was sie machen könnte.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

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