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Deutsche-Bank-Kommentar : Ackermanns Ziel

Welche Ziele bleiben? Josef Ackermann Bild: dpa

Das Gewinnziel von 10 Milliarden Euro hat für die Deutsche Bank offenbar oberste Priorität. Ackermann steht gegenüber den Investoren im Wort. Hält er es ein, dürfte es schwer fallen, ein neues Ziel für das Geschäftsjahr 2012 zu formulieren.

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          Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, denkt in großen Dimensionen: Die Zahl, an der ihn die Investoren messen werden, lautet 10 Milliarden. Um diesen Euro-Betrag erhöhte Deutschlands größte Bank im vergangenen Jahr ihr Eigenkapital. Und einen Rekordgewinn in dieser Höhe will Ackermann in diesem Jahr erzielen.

          Als er diese mutige Prognose im Dezember 2009 auf einer Investorenkonferenz machte, war er vorsichtig genug, sich nicht auf eine klassische Kennziffer wie das Ergebnis vor oder nach Steuern zu beziehen. Nein, es handelt sich um den operativen, um Sonderfaktoren bereinigten Gewinn. Das eröffnet natürlich bilanztechnischen Spielraum.

          Doch Ackermann weiß, dass ihm der Markt keine allzu großzügige Auslegung des Spielraums abnehmen wird. Deshalb wird schon jetzt der Boden bereitet: Möglichst viele Kosten werden in das Geschäftsjahr 2010 vorgezogen. Das Gewinnziel von 10 Milliarden Euro hat für die Deutsche Bank offenbar oberste Priorität. Ackermann steht gegenüber den Investoren im Wort. Hält er es ein, dürfte es schwer fallen, ein neues Ziel für das Geschäftsjahr 2012 zu formulieren. Es wäre Ackermann letztes Geschäftsjahr als Vorstandsvorsitzender.

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