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Deutsche Bank : Fallen 9000 Stellen in Deutschland weg?

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Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing vor knapp zwei Wochen auf dem F.A.Z.-Kongress in Frankfurt Bild: Wolfgang Eilmes

Das Kreditinstitut will 18.000 Arbeitsplätze abbauen. Noch ist nicht klar, wie sich diese Zahl auf die Standorte auf der ganzen Welt verteilt. Nun berichten Insider, dass rund 9000 Stellen hierzulande wegfallen könnten.

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          Die Deutsche Bank verhandelt dem Vernehmen nach weiter mit Arbeitnehmervertretern über Modalitäten des geplanten Stellenabbaus in Deutschland. Einen Agenturbericht, wonach von den 18.000 international auf der Kippe stehenden Stellen etwa die Hälfte in Deutschland gestrichen werden könnte, wollte das Kreditinstitut am Dienstag nicht kommentieren.

          „Dort, wo es zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommen wird, werden wir direkt mit unseren Mitarbeitern über ihre Arbeitsplätze und die ihnen zur Verfügung stehenden Alternativen sprechen“, teilte die Bank auf Anfrage mit. Man werde alles tun, um bei der Umsetzung der Veränderungen so verantwortungsbewusst und sensibel wie möglich zu sein.

          Im Zuge des Anfang Juli verkündeten radikalen Konzernumbaus will Deutschlands größtes Geldhaus die Zahl der Vollzeitstellen bis zum Ende des Jahres 2022 um rund 18.000 auf etwa 74.000 schrumpfen. Ende März 2019 hatte die Deutsche Bank auf Vollzeitkräfte umgerechnet knapp 91.500 Mitarbeiter auf der Welt, davon gut 41.500 in Deutschland. Vorstandschef Christian Sewing hatte in einem Interview gesagt: „Natürlich wird auch in Deutschland eine substantielle Zahl an Stellen wegfallen.“ Details nannte er nicht.

          Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, die Deutsche Bank plane unterrichteten Kreisen zufolge, etwa die Hälfte des bis 2022 anvisierten Abbaus von 18.000 Stellen in Deutschland vorzunehmen. Ende letzten Jahres beschäftigte das Institut etwa 41.700 Mitarbeiter in ihrem Heimatmarkt, verglichen mit 91.700 auf der gesamten Welt. Außerhalb Deutschlands werde London ebenfalls stark betroffen sein, teilweise wegen des Brexits, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Sie baten um Anonymität, da die Verhandlungen noch anhalten. In den Vereinigten Staaten dürfte demnach ein geringerer Anteil an Front-Office-Arbeitsplätzen wegfallen, wenn die Bank aus ihrem Aktienhandelsgeschäft ausgestiegen ist.

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