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Deutsche Bank : Die Wette auf den Tod

Die Deutsche Bank hat eine direkte Wette auf den Tod lebender Menschen konstruiert. Das ist mit der Unantastbarkeit der menschlichen Würde nicht zu vereinbaren.

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          Die Deutsche Bank hat unter Anlegern gut 200 Millionen Euro für einen Fonds eingesammelt, der einer Wette auf die Lebenserwartung von 500 lebenden Personen in den Vereinigten Staaten gleicht. Für die Anleger ist die Wette nicht aufgegangen, denn die "Referenzpersonen" leben offenbar länger, als in medizinischen Gutachten anzunehmen war. Auf Basis dieser Gutachten wurden Zertifikate entwickelt. In die hat der Deutsche-Bank-Fonds das Geld der Anleger investiert und nicht in Lebensversicherungen, die Versicherungsnehmer freiwillig verkaufen.

          In was für ein Produkt die Anleger investiert haben, konnten sie der Informationsbroschüre der Bank ("Neue Perspektiven entdecken") entnehmen: Die Wertentwicklung werde maßgeblich von der tatsächlichen Lebenszeit der Referenzpersonen bestimmt. Auch Rentenversicherungen sind für Versicherungen umso vorteilhafter, je früher der Versicherte stirbt. Aber dem Kunden, der sich darüber freiwillig absichert, ist das bewusst. Die Deutsche Bank indes hat eine direkte Wette auf den Tod lebender Menschen konstruiert. Der Ombudsstelle des Bankenverbands ist zuzustimmen: Das Produkt ist mit der Unantastbarkeit der menschlichen Würde nicht zu vereinbaren.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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