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Deutsche Bank : Dax-Aufsichtsrat ist ein Vollzeitjob

Aufsichtsratschef Paul Achleitner (rechts) und Bankchef Christian Sewing Bild: Reuters

Deutschlands größte Bank sucht einen Nachfolger für Chef-Kontrolleur Achleitner. Das bietet Gelegenheit, die Professionalität deutscher Aufsichtsräte zu verbessern.

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          Eine der Börsenweisheiten lautet, dass der Markt immer recht hat. Was der nackte Aktienkurs aber nie offenbart, ist der wahre Grund für die Entwicklung nach oben oder unten. Der Raum für Interpretationen ist groß. Gigantisch groß ist dieser Raum derzeit bei der Deutschen Bank. Ging der Kurs nun abermals in die Knie, weil Paul Achleitner als Aufsichtratsvorsitzender die Bank bald verlassen könnte oder weil allein das Gerücht über die konkrete Suche nach einem Nachfolger nur wieder für neuerliche Unruhe sorgt? Es bleibt das Geheimnis des Marktes.

          Tatsache ist, dass der Deutsche-Bank-Kurs beständig auf Talfahrt ist. Schlimmer geht immer. Aktienhandel ist eine Wette auf die Zukunft. Die Deutsche Bank scheint dabei kein Kauf. Investoren glauben nicht an die Strategie.

          Wer auch immer sich nun oder später an der Suche nach einem Chef-Kontrolleur beteiligen mag, wäre gut beraten, die Stimmen zu hören, die nach mehr Professionalisierung in deutschen Aufsichtsräten rufen. Vielleicht ist die Kontrolle eines Dax-Konzerns in diesen geopolitisch so komplizierten Zeiten schlichtweg ein Vollzeitjob, der ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert. Das wäre ein guter Anfang.

          Inken Schönauer

          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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