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Deutsche Bank : Anshu Jain rückt vor

Anshu Jain wird demnächst allein das Investmentbanking der Deutschen Bank leiten. Kein Wunder, dass sein Name immer häufiger fällt, wenn über die Nachfolge Josef Ackermanns spekuliert wird. Doch Jain besaß lange den Ruf eines Außenseiters, weil er keine engen Verbindungen zu Deutschland hat.

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          Die Ernennung Anshu Jains zum alleinigen Verantwortlichen für das Investmentbanking der Deutschen Bank setzt ein Zeichen. Unabhängig davon, ob der bisherige Co-Leiter Michael Cohrs das Haus wirklich so freiwillig verlässt, wie suggeriert wird, gilt Jain in der Öffentlichkeit schon lange als das Gesicht des Investmentbankings im Hause Ackermann.

          Kein Wunder, dass der Name Jain immer häufiger fällt, wenn über die Nachfolge Josef Ackermanns spekuliert wird. Der Schweizer hat zwar einen Vertrag bis 2013, ist aber durch eine unglückliche Kommunikation selbst dran schuld, dass über einen früheren Abgang – und damit über seinen Nachfolger – eifrig spekuliert wird. Jain besaß lange den Ruf eines Außenseiters, weil er keine engen Verbindungen zu Deutschland hat, die Leitung der Deutschen Bank aber auch ein politischer Job ist.

          Auch wenn noch keine Entscheidung gefallen sein mag, lässt sich vielleicht sagen: Falls Jain die Nachfolge Ackermanns anstreben sollte, ist schwer zu sehen, wie man sie ihm gut begründet verweigern wollte. Ob man ihm für eine Übergangszeit einen erfahrenen deutschen Fahrensmann als Co-Vorstandsvorsitzenden an die Seite stellen würde, wäre dann nicht einmal entscheidend.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

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