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Möglicher Produktfehler : Schwellen-Austausch bei der Bahn noch bis mindestens Ende des Jahres

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Bahnschwellen aus Beton liegen auf einer Baustelle am Gleis der Bahnstrecke. Bild: dpa

Nach dem Unglück von Garmisch-Partenkirchen muss die Deutsche Bahn massenhaft Beton-Schwellen austauschen und dafür auch Streckenabschnitte sperren. Erste Erkenntnisse hätten den Verdacht nahegelegt, dass an den Schwellen ein Herstellerfehler vorliege, teilte die Bahn mit.

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          Der Austausch zahlreicher Betonschwellen bei der Deutschen Bahn nach dem Zugunglück in Garmisch-Patenkirchen wird noch bis mindestens Ende des Jahres den Zugverkehr an vielen Stellen ausbremsen. „Ziel ist es, dass nahezu alle betroffenen Strecken bis Ende des Jahres wieder regulär befahrbar sind“, teilte der Konzern am Freitag mit. „Klar ist aber auch: Der Austausch der Schwellen wird sich teilweise bis in das kommende Jahr ziehen.“

          Aktuell gebe es aufgrund der Untersuchungen an den Bauteilen an rund 165 Stellen im Schienennetz Einschränkungen für die Fahrgäste. „Betroffen sind schwerpunktmäßig die Bundesländer Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“, hieß es.

          Gutachten sieht Herstellerfehler

          An den untersuchten Schwellen seien teilweise „Unregelmäßigkeiten in der Materialbeschaffenheit“ festgestellt worden, teilte der Konzern mit. Mehrere technische Gutachten deuteten auf einen Herstellerfehler hin. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Rückschlüsse auf die Unfallursache in Oberbayern ließen sich aus diesen Erkenntnissen nicht ziehen, hieß es. Dazu liefen die Untersuchungen weiter, ein Ergebnis stehe noch nicht fest.

          Bei dem Unglück in Garmisch-Patenkirchen war Anfang Juni ein Regionalzug entgleist. Vier Frauen sowie ein 13-Jähriger starben bei dem Unfall. Es gab zahlreiche Schwer- und Leichtverletzte. Die Bahn begann einige Wochen später damit, bundesweit rund 200.000 Betonschwellen zu überprüfen und auszutauschen. Bei den Bauteilen handelt es sich laut Bahn um den gleichen Bautyp wie auf dem Streckenabschnitt des verunglückten Zugs.

          An wie vielen der untersuchten Schwellen nun Auffälligkeiten entdeckt wurden, blieb zunächst unklar. Die Bahn schätzt den entstandenen Schaden auf einen dreistelligen Millionenbetrag und prüft eigenen Angaben zufolge Regressansprüche gegen den Schwellenhersteller.

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