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Bahn-Beauftragter Ferlemann : Regierung will drei neue Fernzug-Trassen bauen

  • Aktualisiert am

Ein ICE in voller Fahrt. Bild: dpa

Bis zu 300 Kilometer in der Stunde sollen die Züge auf drei neuen Fernzug-Trassen fahren können. Allerdings sind die neuesten ICE-Züge dafür gar nicht schnell genug.

          Zusätzliche Hochgeschwindigkeitstrassen für Fernzüge sollen das Bahnfahren attraktiver machen. Die Bahn soll künftig auch auf den Strecken zwischen Frankfurt und Mannheim, Würzburg und Nürnberg sowie Hannover und Berlin bis zu 300 Kilometer in der Stunde fahren können, wie der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), am Donnerstag sagte. Zuerst hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

          Zur Beschleunigung des Bahnverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin ist bereits eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld in der Planung, wie Ferlemann am Wochenende gesagt hatte. Bevorzugt werde eine Trassenführung entlang der Autobahn 2.

          Die jüngste, vierte ICE-Generation ist allerdings langsamer als ihre Vorgängerin. Die Züge erreichen lediglich eine Spitzengeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde. Die Bahn prüft, ob diese sich auf Tempo 265 erhöhen lässt.

          Gerechnet wird mit Milliardenkosten. Ferlemann sprach von langfristigen Projekten. „Das kommt nicht von heute auf morgen.“ Die Projekte stehen in Zusammenhang mit dem geplanten Deutschland-Takt. Für Bahnreisende soll in den nächsten Jahren ein grundlegend neues System mit besser abgestimmten Umsteige-Verbindungen aufgebaut werden. Die Bundesregierung strebt an, bis 2030 eine engere Verzahnung von Nah- und Fernverkehr umzusetzen. Insgesamt soll dies zu kürzeren Fahrtzeiten führen.

          „Wir begrüßen das Engagement des Bundes, Maßnahmen für einen Deutschlandtakt voranzutreiben“, sagte eine Bahnsprecherin. „Hierzu sind wir mit dem Bund in Gesprächen, auch für die Strecken Berlin-Hannover und Würzburg-Nürnberg. Die Planungen zu Frankfurt-Mannheim laufen bereits.“

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