https://www.faz.net/-gqe-9l3l6

Bahn-Beauftragter Ferlemann : Regierung will drei neue Fernzug-Trassen bauen

  • Aktualisiert am

Ein ICE in voller Fahrt. Bild: dpa

Bis zu 300 Kilometer in der Stunde sollen die Züge auf drei neuen Fernzug-Trassen fahren können. Allerdings sind die neuesten ICE-Züge dafür gar nicht schnell genug.

          Zusätzliche Hochgeschwindigkeitstrassen für Fernzüge sollen das Bahnfahren attraktiver machen. Die Bahn soll künftig auch auf den Strecken zwischen Frankfurt und Mannheim, Würzburg und Nürnberg sowie Hannover und Berlin bis zu 300 Kilometer in der Stunde fahren können, wie der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), am Donnerstag sagte. Zuerst hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

          Zur Beschleunigung des Bahnverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin ist bereits eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld in der Planung, wie Ferlemann am Wochenende gesagt hatte. Bevorzugt werde eine Trassenführung entlang der Autobahn 2.

          Die jüngste, vierte ICE-Generation ist allerdings langsamer als ihre Vorgängerin. Die Züge erreichen lediglich eine Spitzengeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde. Die Bahn prüft, ob diese sich auf Tempo 265 erhöhen lässt.

          Gerechnet wird mit Milliardenkosten. Ferlemann sprach von langfristigen Projekten. „Das kommt nicht von heute auf morgen.“ Die Projekte stehen in Zusammenhang mit dem geplanten Deutschland-Takt. Für Bahnreisende soll in den nächsten Jahren ein grundlegend neues System mit besser abgestimmten Umsteige-Verbindungen aufgebaut werden. Die Bundesregierung strebt an, bis 2030 eine engere Verzahnung von Nah- und Fernverkehr umzusetzen. Insgesamt soll dies zu kürzeren Fahrtzeiten führen.

          „Wir begrüßen das Engagement des Bundes, Maßnahmen für einen Deutschlandtakt voranzutreiben“, sagte eine Bahnsprecherin. „Hierzu sind wir mit dem Bund in Gesprächen, auch für die Strecken Berlin-Hannover und Würzburg-Nürnberg. Die Planungen zu Frankfurt-Mannheim laufen bereits.“

          Weitere Themen

          60 Satelliten auf einmal ins All Video-Seite öffnen

          Internet 2.0 von SpaceX : 60 Satelliten auf einmal ins All

          Die erdnahen Trabanten stellen die erste Stufe eines geplanten Netzwerks des Internetdiensts Starlink dar, das Hochgeschwindigkeits-Internet für zahlende Kunden auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen soll. Starlink ist ein Projekt des Unternehmers Elon Musk.

          Nach langem Anlauf fusioniert Video-Seite öffnen

          T-Mobile US und Sprint : Nach langem Anlauf fusioniert

          Ein Zusammenschluss der Nummer drei und Nummer vier des amerikanischen Mobilfunkmarktes war in den vergangenen Jahren schon zwei Mal gescheitert. Jetzt steht nur noch das Justizministerium als einzige Hürde im Weg.

          Topmeldungen

          Nach Mays Ankündigung : Brexit-Opfer

          Das Brexit-Thema wurde May wie zuvor schon Cameron zum politischen Verhängnis – und es ist eine Last, die auch die kommende Regierung nicht einfach abschütteln kann. Die EU allerdings auch nicht.
          Erst der Anfang: Dem „Spiegel“ stehen grundlegende Neuerungen bevor.

          Bericht zu „Spiegel“-Skandal : „Ein verheerendes Bild“

          Fünf Monate nach dem Bekanntwerden seines Fälschungsskandals hat der „Spiegel“ den Abschlussbericht seiner internen Untersuchung vorgelegt. Er offenbart eine Verkettung missachteter Warnungen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.