https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutsche-bahn-chef-ruediger-grube-plant-zuege-ohne-lokfuehrer-14278928.html

Schienenverkehr : Bahn plant Züge ohne Lokführer

  • Aktualisiert am

So ist es heute: Wenn sich Lokführer begegnen wird gegrüßt. Bild: ddp

Die Bahn will in wenigen Jahren Züge ohne Lokführer auf die Schienen schicken. Die ersten Pilotprojekte laufen, sagt Bahnchef Rüdiger Grube im Gespräch mit der F.A.Z.

          1 Min.

          Die Züge der Deutschen Bahn werden in einigen Jahren ohne Lokführer durch das Land fahren können. „Ich rechne damit, dass wir 2021, 2022 oder 2023 so weit sind, dass wir in Teilen unseres Netzes vollautomatisch fahren können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, der F.A.Z. in Berlin: „Das autonome Fahren ist in einem komplexen Schienensystem, in dem schnelle und langsame Personenzüge sowie Güterzüge fahren, schwieriger als bei einer U-Bahn – aber es ist möglich. Die ersten Pilotprojekte laufen, ein Testfeld haben wir bei der Erzgebirgsbahn aufgebaut.“

          Grube setzt darauf, dass die Arbeitnehmervertreter die Pläne mittragen. „Auch Betriebsräte und Gewerkschaften erkennen, dass sich durch die Digitalisierung die Welt verändert“, sagte er. Wenn die Schiene wettbewerbsfähig sein solle im Vergleich mit der Straße, könne der Bahnvorstand bei der Digitalisierung nicht nur zusehen. „Sonst werden wir in der Produktivität immer mehr ins Hintertreffen geraten. Wir wollen aber die Kunden mit moderner Technik begeistern.“

          Das autonome Fahren sei aber nur ein Aspekt. Die Bahn wolle die Daten, die sie gewinne, besser nutzen. Um neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu fördern, arbeitet sie mit Start Ups zusammen. Sie sollen künftig mehr Freiraum bekommen. „Wir planen die Gründung einer sogenannten Digital Venture GmbH, weil uns seit längerem klar ist, dass Start Ups ein eigenes Umfeld brauchen“, sagte Grube. Die Ideen reichen von einer digitalen Mobilitätskarte bis zum elektronischen Handel.
           

          Weitere Themen

          Städte in Erklärungsnot

          FAZ Plus Artikel: Grundsteuer : Städte in Erklärungsnot

          Ende Januar müssen die Erklärungen zur Grundsteuerreform abgegeben sein – auch für Zehntausende öffentliche Gebäude. Doch viele Gemeinden und Bundesländer werden die Frist reißen.

          Topmeldungen

          ETFs sind für den langfristigen Vermögensaufbau attraktiv. Der Einstieg relativ einfach – auch, wenn man kein Börsenprofi ist.

          Die Vermögensfrage : Wie Sie mit ETF ein Vermögen aufbauen

          Gemächlich, still und leise, nebenbei: Auch mit geringen Sparsummen im Monat können mit ETF ansehnliche Beträge angesammelt werden – für die Enkel, die Kinder oder sich selbst.
          Genügend Autos auf Halde: Der BYD-Konzern will dieses Jahr vier Millionen Elektroautos verkaufen, mehr als jeder andere Anbieter.

          Teslas Konkurrent BYD : Der unbekannte E-Auto-Gigant

          BYD hat Tesla als Weltmarktführer für Elektroautos überholt. Jetzt drängt das Unternehmen aus China auch auf den deutschen Markt – höchste Zeit, es kennenzulernen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.