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Deutsch-französischer Panzer : Rüstungs-Reibereien

Bild: AFP

Keine Nation kann militärische Großprojekte heute noch allein stemmen. Doch auch wenn die Zeichen zwischen Deutschland und Frankreich jetzt auf Kooperation stehen – Stolpersteine bleiben. Denn die Kulturen sind verschieden.

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          Wenn beim deutsch-französischen Panzerprojekt jetzt die Zeichen auf Entspannung stehen, ist das eine gute Nachricht. Schon vor vier Jahren vereinbarten die Hersteller KMW aus Deutschland und Nexter aus Frankreich die Zusammenarbeit, die unverzichtbar ist, weil keine Nation militärische Großprojekte heute allein stemmen kann. Doch dann drängte plötzlich Rheinmetall in das Duo und forderte sogar eine Führungsrolle.

          Nun scheint wieder Vernunft eingezogen zu sein, die eine einvernehmliche Lösung ermöglicht. Stolpersteine bleiben in der deutsch-französischen Rüstungszusammenarbeit dennoch: Für das wegweisende Luftkampfprojekt FCAS mit Kampfjets, Drohnen und Satellitensystem lässt die Finanzierung der Staaten auf sich warten, vor allem in Berlin. Außerdem sind sich Paris und Berlin über die Grundsätze der Restriktionen beim Rüstungsexport bisher nicht einig geworden.

          Die Kulturen der Länder sind in diesem Punkt sehr verschieden, auch wenn jetzt Frankreich und Deutschland gemeinsam die Rüstungsexporte in die Türkei gestoppt haben. Stoff für Reibereien bleibt somit, doch es gibt keine glaubwürdige Alternative zur deutsch-französischen Rüstungskooperation.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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