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„Desertec“ : Regierungen verhandeln über Wüstenstrom-Projekt

  • Aktualisiert am

So funktioniert’s in anderen Ländern: Sonnenstrom-Projekt in der israelischen Negev-Wüste. Bild: dapd

Im Projekt „Desertec“ wollen europäische Staaten Sonnenstrom aus Nordafrika gewinnen. Jetzt haben die Regierungen offenbar Gespräche über einen Vertrag begonnen.

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          Die Bundesregierung forciert einem Zeitungsbericht zufolge zusammen mit vier anderen Ländern die Realisierung des multinationalen Wüstenstrom-Projekts Desertec in Nordafrika. Deutschland, Frankreich, Italien, Marokko und Spanien hätten dazu Gespräche über ein gemeinsames Abkommen begonnen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Der Vertrag solle den Bau eines 600 Millionen Euro teuren Solarkraftwerks ermöglichen sowie den Import von Strom aus Sonnenenergie nach Europa regeln.

          Bereits im November solle eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet werden, berichtet das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise in Marokko und Deutschland. Im ersten Halbjahr 2013 solle dem ein Regierungsabkommen dieser und möglicherweise weiterer Länder folgen.

          Schon Konkrete Pläne in Tunesien

          Das erste Pilotprojekt für Wüstenstrom wird schon geplant und soll 2016 fertig sein - allerdings nicht in Marokko, sondern in Tunesien, und ohne deutsche Beteiligung.

          Jetzt bestätigte Marokkos Industrieminister Abdelkader Amara der Zeitung zufolge Pläne für ein internationales Abkommen. Eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sagte: „Es gibt Gespräche mit mehreren Staaten und verschiedenen Ministerien.“

          Die Pläne sehen laut Regierungskreisen vor, den Transport des Solar-Stroms nach Spanien sowie dessen Bilanzierung in die EU-Ökostromziele der beteiligten Länder rechtlich zu regeln. Im Rahmen von Desertec soll vor allem in Wüstenregionen in Nordafrika Solarstrom erzeugt und nach Europa geliefert werden. Ein erstes Megakraftwerk ist in Marokko geplant.

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