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Chinas Neue Seidenstraße : Der Zug, der Laos in die Zukunft führen soll

„Bullet-Train“: der neue Zug in der laotischen Stadt Vientiane, den sich das Land allein nicht hätte leisten können. Bild: Picture Alliance

Das kommunistische Laos ist zurückgeblieben. Nun hilft Peking, indem es das Land in seine Neue-Seidenstraßen-Strategie einbindet. Laos gerät damit in Abhängigkeit, Südostasien wird weiter an China angebunden.

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          Südostasien wächst trotz aller Krisen weiter zusammen, und Peking ist abermals der Treiber. In Laos, einem der ärmsten Länder der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN, zeugt nun ein rot-blau-weißes Monster auf Schienen vom Fortschritt: Nach vier Jahren Bauzeit verbindet der chinesische „Bullet-Train“ die chinesische Grenze mit der laotischen Hauptstadt Vientiane.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Wichtiger noch: Auf Dauer soll durch die Bahnlinie eine Verbindung von Chinas Südmetropole Kunming über die thailändische Hauptstadt Bangkok bis zum Stadtstaat Singapur an der Südspitze des asiatischen Festlandes entstehen.

          Dank der Bahn wird Laos an das von Peking ausgerollte Netzwerk der Neuen Seidenstraße (Belt and Road Initiative, BRI) angeschlossen. „Die Bahn, die Laos mit der BRI verbindet, könnte das laotische Einkommen auf lange Sicht um bis zu 21 Prozent steigern“, macht die Weltbank Mut.

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