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Kritik an Rundfunkgebühr : Der öffentlich-rechtliche Nimmersatt

Ohne eine „Beitragsanpassung auf 18,25 Euro“ des Rundfunkbeitrags sei das Qualitätsniveau des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht beizubehalten, sagt ZDF-Intendant Thomas Bellut. Bild: dpa

8 Milliarden Euro bringen die Rundfunkgebühren ein. Der ZDF-Intendant fordert dennoch eine Erhöhung – und facht damit die Debatte um die Öffentlich-Rechtlichen neu an. Medienökonomen haben einiges zu kritisieren.

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          Der öffentlich-rechtliche Rundfunk fordert mehr Geld. Derzeit zahlt jeder Haushalt 17,50 Euro Rundfunkgebühr monatlich, also 210 Euro im Jahr. Auf rund 8 Milliarden Euro im Jahr summieren sich die Zwangsgebühren. Dazu kommen noch gut eine Milliarde andere Einnahmen. ZDF-Intendant Thomas Bellut erklärt nun, ohne eine „Beitragsanpassung“ auf 18,35 Euro – also rund 5 Prozent Anstieg – sei „das Qualitätsniveau auf keinen Fall zu halten“.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Damit facht er die Diskussion um Art und Umfang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks neu an, die auch unter Ökonomen kontrovers geführt wird. Ein internationaler Vergleich zeigt, dass der deutsche öffentliche Rundfunk von seiner finanziellen Ausstattung her in der Spitzengruppe liegt. „Deutschland leistet sich mit seinem System öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten eines der teuersten ÖR-Angebote in der Welt“, sagt die Mainzer Medienökonomin Andrea Beyer. Zum Vergleich: Die britische BBC erhält nur etwas über 4 Milliarden Euro öffentliche Finanzierung.

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