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Der Sonntagsökonom : Migration bremsen, aber richtig

Geflüchtete aus Afrika rufen 2017 auf dem Mittelmeer in einem Boot um Hilfe. Bild: dpa

Wenn Länder reicher werden, schicken sie mehr Migranten? Das stimmt vielleicht gar nicht. Zwei Ökonomen halten die bekannte These des „Migrations-Buckels“ für falsch.

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          Mit Blick auf Afrika senken manche Migrationsforscher die Stimme, wenn sie über den künftigen Migrationsdruck sprechen. Niemand kann sicher prognostizieren, wie viele Auswanderer aus den afrikanischen Ländern sich auf den Weg machen und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nach Europa kommen wollen. Einige Faktoren deuten auf potentiell sehr hohe Migrationszahlen hin. Einer davon ist das schnelle Bevölkerungswachstum. Von heute gut 1,3 Milliarden Menschen in Afrika wird die Einwohnerzahl bis 2050 auf 2,5 Milliarden zunehmen, so die mittlere UN-Schätzung. Jedes Jahr wächst allein in Subsahara-Afrika die Bevölkerung um 25 Millionen. Ein anderer Faktor ist die Armut, das enorme Wohlstandsgefälle zu Europa.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Es gibt besorgniserregende Umfragen, nach denen in vielen afrikanischen Ländern mehr als ein Drittel der Menschen an Emigration denke, jeder Sechste sogar „sehr viel“. Dies ergab eine große Befragung des panafrikanischen Forschungsnetzwerks Afrobarometer vergangenes Jahr. Als Wunschziel nennen mehr als ein Viertel Europa. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen immer wieder Gallup-Umfragen. Als Hauptgrund für ihren Auswanderungswunsch nennen die befragten Afrikaner die schlechte wirtschaftliche Lage. Trotz mancher Verbesserung in einzelnen Ländern herrschen immer noch Armut und Elend für die breite Masse.

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