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Kommentar : Der Kunde wird den Mindestlohn spüren

  • -Aktualisiert am

Der Mindestlohn ist zu bürokratisch. Und für die Kunden wird er teuer. Er muss entschlackt werden.

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          Sage niemand, dass der Mindestlohn bloß Arbeitsplätze gefährde – für 1600 Zollbedienstete schafft das Gesetz sogar neue Jobs. Besser lässt sich gar nicht illustrieren, weshalb die Wirtschaft von vornherein vor einem „Bürokratiemonster“ warnte.

          Ein Segen, dass Bayerns Regierungschef Horst Seehofer jetzt schleunigst eine Entschlackung anmahnt. Das Wort des CSU-Vorsitzenden hat bekanntlich in der großen Koalition einiges Gewicht, wie die Mütterrente und die Prämie für jene Eltern zeigen, die ihre Kinder nicht in eine Kita schicken. Die „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ soll nun sogar bei Lastwagenfahrern aus Polen oder der Ukraine kontrollieren, ob sie bei der Durchreise beispielsweise nach Holland wirklich von der schwarz-roten Wohltat profitieren.

          Langsam merken die Bürger aber auch, dass sie die sozialpolitische Großtat am Ende selbst bezahlen müssen. Das Taxigewerbe hat sich bereits auf breiter Front höhere Tarife genehmigen lassen; der Besuch in manchem Restaurant oder Friseurladen dürfte künftig ebenfalls teurer zu Buche schlagen. Was von diesen Preiserhöhungen am Ende aber wirklich bei den Beschäftigten ankommt, steht auf einem anderen Blatt.

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