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F.A.Z. exklusiv : Der Justiz gehen die Top-Juristen aus

Studierende bei Einführungsvorlesung im Erstsemester für das Jurastudium im Auditorium Maximum an der Universität in Freiburg noch vor der Corona-Pandemie. Bild: Picture-Alliance

Der Staat verliert den Zugang zu den besten Absolventen und muss seine Ansprüche runterschrauben. Manchmal liegt das am Standort – häufig aber am Geld. Denn in den Großkanzleien explodieren die Gehälter.

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          Der Generationswechsel und die bevorstehende Pensionswelle in der deutschen Richterschaft sind seit Jahren bekannt. Bis zum Jahr 2030 müssen die Bundesländer an die 10.000 Stellen nachbesetzen, das sind nahezu 40 Prozent aller derzeitigen Richter und Staatsanwälte. Gerade jetzt gelingt es den Landesjustizverwaltungen aber nicht mehr, ausreichend gut qualifizierte Nachwuchsjuristen für den Berufseinstieg in den Staatsdienst zu gewinnen.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Einer aktuellen Umfrage des Deutschen Richterbunds (DRB) zufolge, deren Ergebnisse der F.A.Z. vorab vorliegen, gelingt es keinem Bundesland mehr, offene Stellen ausschließlich mit Juristen mit Prädikatsexamen nachzubesetzen. Darunter sind die Abschlussnoten ab einem „Vollbefriedigend“ in der Zweiten Staatsprüfung zu verstehen: In dieser Notenspanne landeten nach jüngsten Zahlen des Bundesamts für Justiz im Jahr 2018 in ganz Deutschland nur 19,5 Prozent aller 7829 erfolgreichen Absolventen.

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