https://www.faz.net/-gqe-9cs7q

Privatisierung nach der DDR : Die Treuhand lebt

„Bischofferode ist überall“: Vor 25 Jahren zogen die Kalikumpel aus dem thüringischen Bischofferode zum Protestmarsch nach Berlin. Bild: Ullstein

Die Treuhand bewegte sich in der Öffentlichkeit zwischen Mythos und Protest. Der Wirbel kam erst, als die eigentliche Arbeit schon getan war. Hat der Fonds auch heute noch Auswirkungen auf den Graben zwischen Ost und West?

          7 Min.

          Herr Böick, eine Generation nach der Wiedervereinigung scheint der Graben zwischen Ost und West größer zu sein denn je. Haben Sie eine Ahnung, woran das liegt?

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Das lässt sich fast drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung nicht mehr allein mit dem Hinweis auf die DDR-Geschichte erklären. Wir müssen auch auf die Nachwendezeit schauen. Viele Ostdeutsche stehen wegen der Erfahrungen, die sie in den frühen neunziger Jahren gemacht haben, bis heute distanziert zu Marktwirtschaft und parlamentarischer Demokratie. Die Wahrnehmung ist: Es entscheiden immer andere über unser Schicksal. Früher hieß das SED, heute heißt es Demokratie und Marktwirtschaft. Immer kommen fremde Männer in Anzügen und senken den Daumen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.
          Über-60-Jährige konnten sich im Dezember drei Masken gratis aushändigen lassen.

          Zwei Methoden : Wie sich FFP2-Masken wiederverwenden lassen

          FFP2-Masken können korrekt aufgesetzt einen guten Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus bieten. Günstig sind sie aber nicht. Mit Hilfe von zwei Methoden können Privatpersonen sie mehrmals verwenden.