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Handelsstreit : Washington bremst chinesische Talente aus

Ein Mitarbeiter des amerikanischen Halbleiterherstellers Globalfoundries Bild: dpa

Die verschärfte Politik der amerikanischen Regierung gefährdet nach Darstellung einiger Unternehmen ihre Chancen, die besten Talente für anspruchsvolle technische Stellen zu rekrutieren – denn die kommen vor allem aus China.

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          Die amerikanische Regierung macht die Beschäftigung von Chinesen in Halbleiterkonzernen schwieriger. Das „Wall Street Journal“ berichtet von deutlich weniger Arbeitsgenehmigungen für Chinesen. Das betrifft offenbar sowohl Neueinstellungen als auch Versetzungen aus ausländischen Filialen in die Vereinigten Staaten.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Nach Darstellung von Managern der Industrie hat sich die Politik im vorigen Jahr deutlich verändert. Betroffen sind dem Bericht zufolge Intel, Qualcomm und Globalfoundries. In den Vereinigten Staaten studieren aktuell rund 380.000 Stundeten aus China, die meisten in technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen. Ein großer Teil der Ingenieurstellen für Ausländer geht an Chinesen. Die verschärfte Politik gefährdet nach Darstellung der Unternehmen ihre Chancen, die besten Talente für anspruchsvolle technische Stellen zu rekrutieren.

          Die Regierung folgt der neuen Politik offenbar im Bestreben, die Abschöpfung amerikanischer Technologie zu verhindern. Neben den klassischen Visa brauchen die Angehörigen bestimmter Länder wie China, Iran oder Russland noch Sondererlaubnisse, um in Bereichen arbeiten zu dürfen, die als technologisch sensibel eingestuft werden. Früher wurden solche Lizenzen binnen Wochen erteilt, heute kann es dem Bericht zufolge sechs bis acht Monaten dauern. 

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