https://www.faz.net/-gqe-9n31k

Handelsstreit : Vereinigte Staaten, Kanada und Mexiko heben Strafzölle auf

  • Aktualisiert am

Nicht nur auf dieser Baustelle in Miami kann es nun weitergehen: Die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko wollen Strafzölle auf Stahl und Aluminium abbauen. Bild: AFP

Die Staaten beseitigen damit das wichtigste Hindernis auf dem Weg zur Ratifizierung ihres neuen Handelsabkommens USMCA.

          1 Min.

          Die Vereinigten Staaten und Kanada heben die von beiden Seiten verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium auf. Das teilten Washington und Ottawa am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Der amerikanische Präsident Donald Trump verkündete zudem, dass die Strafzölle auf Aluminium und Stahl aus Mexiko ebenfalls abgebaut werden sollen. Damit beseitigen die drei Staaten das wichtigste Hindernis auf dem Weg zur Ratifizierung ihres neuen Handelsabkommens USMCA.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte im Juni vergangenen Jahres Zölle von 25 Prozent auf Stahlimporte und von zehn Prozent auf Aluminium verhängt. Betroffen davon war neben Kanada auch Mexiko. Kanada hatte mit Zöllen auf amerikanische Importe im Umfang von umgerechnet rund elf Milliarden Euro reagiert.

          Kanadas Premierminister Justin Trudeau begrüßte den wechselseitigen Abbau der Strafzölle. Dies sei ein „großer Schritt“ auf dem Weg zur Ratifzierung des neuen Handelsabkommens USMCA „in den kommenden Wochen“, sagte Trudeau auf einer Pressekonferenz in Hamilton.

          Die Strafzölle hatten die Ratifizierung des zuvor von Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten ausgehandelten neuen Handelsabkommens unter dem Namen USMCA ins Stocken gebracht. Dieses hatten die drei Staaten Ende November unterzeichnet. USMCA soll das Vorgängerabkommen Nafta ersetzen, in dem Trump die Vereinigten Staaten massiv benachteiligt sah.

          Nafta ist einer der weltweit umfangreichsten Handelsverträge und seit 1994 in Kraft. Das Abkommen besiegelt den nahezu unbeschränkten Zugang zu Gütern und Dienstleistungen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Donald Trump

          Amerika und China : Europa, lass dich nicht erpressen!

          Die Globalisierung kehrt sich um. Das Verhältnis zwischen Amerika und China wird immer schlechter. In Amerika spricht man ganz offen von einem kalten Krieg. Europa muss sich jetzt behaupten. Es hat eigene Trümpfe.

          Zusammenstöße im Libanon : Viele Verletzte bei Protesten in Beirut

          Tausende treibt die Wut auf die politische Führung des Libanon auf die Straßen. Demonstranten sollen das Außenministeriums gestürmt haben. Vermutlich fielen in der Stadt auch Schüsse. Ministerpräsident Diab schlägt vorgezogene Neuwahlen vor.
          Brachte die Münchner mit seinem Tor auf Kurs: Robert Lewandowski

          Sieg in Champions League : FC Bayern mit Wucht ins Viertelfinale

          Der deutsche Meister trumpft im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea auf und zieht in die nächste Runde ein. Beim Finalturnier in Lissabon wartet nun ein ganz schwerer Gegner.
          Das Atomkraftwerk Dukovany in der Tschechischen Republik

          Energiewende : Die Atomkraft lebt weiter

          Viele Staaten setzen nach dem Kohleausstieg auf Atomkraft, so zum Beispiel Tschechien. Die Grünen wollen das torpedieren – mit Hilfe der EU.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.