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Apple-Chef im Weißen Haus : Hunderte amerikanische Firmen fordern Verhandlungen mit China

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Wie hier im März dieses Jahres haben sich Apple-Chef Cook und Präsident Trump am Donnerstag abermals im Weißen Haus getroffen. Bild: AP

Die Vereinigten Staaten treiben den Wirtschaftsstreit mit China immer weiter auf die Spitze: Nun haben zahlreiche Firmenchefs einen Protestbrief an Donald Trump geschrieben – sie stammen vor allem aus den Regionen, in denen der Präsident viele Wähler hat.

          Im Wirtschaftsstreit mit China bekommt der amerikanische Präsident Donald Trump Druck von hunderten Unternehmen und Verbänden aus der Mitte des Landes – also gerade aus jener Region, in der er die Wahl im Jahr 2016 für sich entschied. Mehr als 500 Unternehmen und 140 Vereinigungen haben ihm am Donnerstag einen Brief geschickt und darin angemahnt, die Spirale immer neuer Zölle zu stoppen und wieder mit Peking zu verhandeln.

          Die Konzerne seien besorgt über die Eskalation des Konflikts. „Wir wissen aus erster Hand, dass zusätzliche Zölle signifikante negative und langfristige Folgen für die Unternehmen, Landwirtschaft, Familien sowie die gesamte amerikanische Wirtschaft haben“, hieß es in dem Brief mit dem Titel „Tariffs Hurt the Heartland“. Unter dem Begriff Heartland sind in den Vereinigten Staaten alle Bundesstaaten gemeint, die nicht an der Küste liegen.

          Investitionen, Einwanderung und Privatsphäre

          Die amerikanische Regierung hat die Auseinandersetzung mit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt mittlerweile auf mehreren Ebenen eskaliert. Sie hat nicht nur neue Zölle auf chinesische Einfuhren in Milliardenhöhe auf den Weg gebracht, sondern geht auch gegen erfolgreiche chinesische Technologieunternehmen vor. Zuletzt setzte sie den Handyhersteller und Netzwerkausrüster Huawei auf eine Liste solcher ausländischen Unternehmen, mit denen amerikanische Hersteller nur auf Basis einer ausdrücklichen Genehmigung frei Geschäfte machen dürfen.

          Die Regierung in Washington begründet dies mit Sorgen um die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten. Präsident Donald Trump erklärte diesen Schritt indes auch schon als Teil seiner Strategie im Handelsstreit mit Fernost.

          Die chinesische Regierung reagierte darauf bislang ebenfalls mit Zöllen. Zuletzt drohten ihre Vertreter aber beispielsweise auch damit, möglicherweise die Ausfuhr für Amerika wichtiger Rohstoffe (seltene Erden) einzuschränken. Zudem halten Fachleute für möglich, dass China seinerseits gegen den amerikanischen Handyhersteller Apple vorgeht, der ihn China viel Geld verdient und dort auch seine iPhone fertigen lässt. Nun hat sich Trump abermals mit dem Apple-Vorstandsvorsitzenden Tim Cook getroffen – Themen seien der Handel, Investitionen, Einwanderung und Privatsphäre gewesen, sagte Judd Deere, der Sprecher des Weißen Hauses.

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