https://www.faz.net/-gqe-9np76

Handelskrieg : Amerika kündigt „nie da gewesene Maßnahmen“ für Seltene Erden an

  • Aktualisiert am

Amerikas Handelsminister Wilbur Ross Bild: AFP

Amerika ist bei den Seltenen Erden auf Importe angewiesen. Das ist eine Schwachstelle des Landes im Handelskrieg mit China. Der amerikanische Handelsminister will jetzt gegensteuern.

          Angesichts der Drohung Chinas, im Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten die Exporte von Seltenen Erden zu beschränken, hat die amerikanische Regierung „nie da gewesene Maßnahmen“ angekündigt, um die Versorgung des Landes mit diesen Metallen zu sichern. Handelsminister Wilbur Ross sagte am Dienstag, diese Metalle würden „oft übersehen, doch ohne sie wäre das moderne Leben nicht möglich“. In einem Bericht des Handelsministeriums werden insgesamt 35 Metalle aufgelistet.

          Als Seltene Erden werden 17 Elemente bezeichnet, die wertvolle Eigenschaften für die Produktion von Smartphones über Leuchtmittel bis hin zu Flachbildschirmen oder Kameras haben; auch in Raketen oder Elektroautos kommen sie zum Einsatz. Bisher entfallen mehr als 95 Prozent der internationalen Produktionsmenge auf China.

          Die Vereinigten Staaten sind bei Seltenen Erden zu rund 80 Prozent von Importen aus der Volksrepublik abhängig. Der Bericht des Handelsministeriums nennt weitere wichtige Elemente wie Uran oder Titan. Zudem heißt es dort, bei 14 der dort aufgeführten 35 Elemente seien die Vereinigten Staaten komplett auf Importe angewiesen.

          China hatte vergangene Woche gedroht, die Vereinigten Staaten riskierten mit ihrem Handelskrieg gegen die Volksrepublik, ihre Versorgung mit Materialien zu verlieren, die „entscheidend für die Aufrechterhaltung ihrer technologischen Stärke“ seien. Staatliche Medien schrieben, Peking könne die Seltenen Erden als „Waffe“ benutzen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Straßenschild mit der Aufschrift „Willkommen in Nordirland“ steht am Straßenrand an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland.

          Brexit-Streit : Auf gar keinen Fall Kontrollen

          Boris Johnson und die EU sind sich zumindest in einem Punkt einig: Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland dürfen nicht sein. Doch wie soll das ohne Backstop-Klausel gehen?
          Frankfurts David Abraham (l.) und Goncalo Paciencia (r.) können Lebo Mothiba von Racing Straßburg nicht stoppen.

          Frankfurt patzt in Straßburg : Alle Hoffnung auf Teil zwei

          Eintracht Frankfurt muss um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League bangen. Im Play-off-Hinspiel bei Racing Straßburg konnte der Bundesligist vor allem in der ersten Hälfte nicht überzeugen und verlor mit 0:1.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.