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Vor G20-Gripfel : Amerikanischer Finanzminister Mnuchin: Abkommen mit China zu 90 Prozent fertig

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Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin zeigt sich optimistisch für die anstehenden Gespräche zwischen Trump und Xi. Bild: AP

Der amerikanische Finanzminister Mnuchin zeigt sich optimistisch, dass beim Treffen zwischen Trump und Xi Fortschritte erzielt werden. Die Finanzmärkte in Amerika reagierten positiv.

          Vor dem Treffen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump und Chinas Machthaber Xi Jingping beim G20-Treffen am Samstag herrscht Optimismus in Amerika. Finanzminister Steven Mnuchin äußerte sich zuversichtlich, dass bei dem Gespräch Fortschritte erzielt werden können. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sprach er davon, dass ein Abkommen bereits zu 90 Prozent ausgearbeitet sei. Er lies allerdings offen, über welche Inhalte noch Unklarheit herrschen. 

          Auch ein Mitarbeiter der amerikanischen Regierung, der anonym bleiben möchte, sieht gute Chancen für einen Neustart der Handelsgespräche. Beide Staaten könnten vereinbaren, angekündigte Zölle als Zeichen des guten Willens zunächst nicht in Kraft treten zu lassen, sagte er am Dienstag.

          An der amerikanischen Börse sorgte das bereits vor dem Start des täglichen Handels für Aufwind. Futures, also Wetten auf Aktienkurse, legten deutlich zu. So stiegen Futures auf den Aktienindex Dow laut dem Nachrichtensender CNBC um 106 Punkte. Auch die Future-Wetten auf die wichtigen amerikanischen Aktienindizes Nasdaq und S&P legten leicht zu.

          An der Börse in Deutschland blieben Anleger angesichts des Wirtschaftsgipfels G20 zurückhaltend. Der Dax ist gegenüber dem Vortag mit 0,76 Prozent im Plus, was aber an den starken Kursen von Adidas und Thyssenkrupp liegt. 

          Laut Jochen Stanzl von CMC Markets sein nun die Frage entscheidend, welches Szenario Anleger in die Kurse einpreisen. So könnten die Optimisten eine konstruktive Einigung mit der Aussicht auf ein zeitnahes Handelsabkommen zwischen China und den USA erwarten oder die Pessimisten ein Scheitern der Gespräche mit düsteren Aussichten für die
          Weltwirtschaft.

          Der amerikanische Präsident Trump wirft China unter anderem unfaire Handelspraktiken vor und hat deswegen bereits eine Reihe von Zöllen eingeführt oder erhöht. China hat mit Gegenzöllen reagiert. Zudem hat Amerika eine schwarze Liste mit unter anderem chinesischen Unternehmen erstellt, deren Handelsbeziehungen zu amerikanischen Unternehmen strengen Kontrollen unterliegen. Auf dieser Liste steht unter anderem der chinesische Tech-Gigant Huawei.

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