https://www.faz.net/-gqe-9mcfr

Ökonomen rechnen vor : Trumps Handelspolitik schadet seinen eigenen Fans

  • -Aktualisiert am

Schadet Trumps Handelspolitik seinen eigenen Fans am meisten? Bild: AFP

Donald Trump lässt den Handelsstreit wieder eskalieren. Dabei zeigen inzwischen viele Analysen, dass vor allem die Amerikaner dafür zahlen.

          6 Min.

          Der Handelsstreit eskaliert wieder. Donald Trump kündigte auf Twitter an, neue Zölle auf Einfuhren aus China zu erheben – und zwar schon ab Freitag dieser Woche. Die bisherigen Aufschläge, schrieb er, hätten im Übrigen kaum die Kosten in den Vereinigten Staaten erhöht, sondern seien vor allem von den Chinesen getragen worden.

          Doch das stimmt nicht – so das einhellige Ergebnis von Studien vieler renommierter Wissenschaftler: In mehreren voneinander unabhängigen Analysen beleuchten Experten wie die Chefökonomin der Weltbank Pinelopi Goldberg oder der Handelsökonom Stephen Redding von der Universität Princeton zahlreiche Aspekte von Trumps Handelspolitik und belegen, dass der Präsident irrt. Negative Konsequenzen hatten die Zölle bislang weniger für die chinesische Wirtschaft, sondern in erster Linie für die Amerikaner selbst – bis zu 1,4 Milliarden Dollar im Monat, lautet ihr Fazit. Dabei sind die erhöhten Zolleinnahmen der Regierung schon mit eingerechnet. Bezieht man mit ein, dass auch diese der Privatwirtschaft zunächst entzogen werden, kommen monatlich weitere 3 Milliarden Dollar Verlust für Verbraucher und Unternehmen hinzu. Die Analysen zeigen zudem, dass vor allem republikanische Wähler betroffen sind.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie schlimm kann es werden? : Vorbereitungen auf die Pandemie

          In Italien, Iran und Südkorea schließt sich das Fenster: An der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zweifelt kaum noch ein Experte. Und doch ist es zu früh, über Millionen Opfer weltweit zu spekulieren.

          Coronavirus : In Peking bleibt man am besten zu Hause

          In der chinesischen Hauptstadt bestimmt der Kampf gegen das Coronavirus das Alltagsleben: beim Gemüsekauf, beim Spaziergang im Park, in der Apotheke und im Internet. Manche nutzen eine Corona-App als Informationsquelle.