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Welthandel : Trumps Crashkurs

Der Handelsstreit hat sich längst zu einem Handelskrieg ausgeweitet. Weder Donald Trump (links) noch der chinesische Präsident Xi Jinping werden zurückstecken. Bild: AP

Der amerikanische Präsident hat einen bedrohlichen Handelskrieg angezettelt. Immer schneller dreht sich die Spirale der Eskalation – und das Ende ist längst nicht erreicht. Ein Drama in fünf Akten.

          6 Min.

          I. Akt: Der Konflikt kündigt sich an

          Am 20. Januar 2017, einem Freitag, wird Donald Trump in Washington als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Der Handelskonflikt kündigt sich aber schon viele Jahre früher an. 1990 fragt das Männermagazin „Playboy“ den früheren Immobilienunternehmer, was er als Erstes tun würde, wenn er Präsident wäre. Seine Antwort: „Ich würde eine Steuer auf jeden Mercedes-Benz und alle japanischen Produkte erheben, die ins Land kommen.“

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Als Präsident lässt Trump keine Gelegenheit aus, gegen „unfaire und unvorteilhafte“ Handelsabkommen zu wettern. Diese sind schuld daran, dass andere Länder Amerika ausplündern und die Vereinigten Staaten ein riesiges Defizit im Handel verbuchen, glaubt Trump. Eine seiner ersten Amtshandlungen: der Rückzug aus dem schon ausgehandelten Transpazifischen Handelsabkommen (TPP), dem unter anderem Japan, Mexiko und Australien angehören, am 23. Januar 2017.

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