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Handelsunterhändler Lighthizer : Trumps Glücksfall

Robert Lighthizer diesen Dezember in Mexico City Bild: Reuters

Handelsunterhändler Robert Lighthizer ist für Trump ein Glücksfall – und das in dreierlei Hinsicht. Er sichert dem amerikanischen Präsidenten mit unkonventionellen Methoden wichtige politische Erfolge.

          3 Min.

          Über die Wohlstandseffekte der Verträge darf man streiten – doch hat die amerikanische Regierung in diesen Tagen zwei bedeutende Handelsabkommen deutlich vorangebracht. Der amerikanische Kongress dürfte den neuen nordamerikanische Freihandelspakt USMCA noch vor Weihnachten absegnen. Und das amerikanisch-chinesische Teil-Handelsabkommen ist in einer der letzten Phasen, in der Juristen den Vertragstext prüfen. Ermöglicht hat die Erfolge von Präsident Donald Trump dessen Chefunterhändler Robert Lighthizer. Lighthizer verhandelte nicht nur mit China, Mexiko oder Kanada. Er fand auch einen Kompromiss mit den Demokraten im Kongress, die sich in Handelsfragen gern sperrig geben.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Aus Trumps Perspektive ist Lighthizer ein Glücksfall in dreifacher Hinsicht. Er ist ein Profi, was keine Selbstverständlichkeit ist fürs Personal des Weißen Hauses. Internationale Handelfragen beschäftigen den Juristen, seit er in den achtziger Jahren unter dem republikanischen Präsidenten Ronald Reagan die Nummer zwei in der amerikanischen Außenhandelsbehörde war. In dieser Rolle handelte er Abkommen mit Japan, Taiwan und Indonesien aus, die unter anderem Amerikas geistiges Eigentum, die Stahlkonzerne und die Autobranche schützen sollten. Lighthizer kann in Verhandlungen brüsk bis vulgär sein, wenn es der Sache dient. Kolportiert wird die Geschichte, dass er einmal einen schriftlichen Vorschlag einer japanischen Delegation zu einem Papierflieger faltete und durch den Verhandlungssaal fliegen ließ.

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