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Bundesregierung schätzt : Trumps Autozölle könnten jedes Jahr sieben Milliarden kosten

  • Aktualisiert am

Neue BMWs stehen an einem Kai in Bremerhaven, bereit zur Verschiffung. Bild: dpa

Hebt Donald Trump die Zölle auf Auto-Importe wirklich auf 25 Prozent, würde das kein Land härter treffen als Deutschland. Jetzt nennt die Bundesregierung Zahlen – die manche für kleingerechnet halten.

          Eine drastische Erhöhung der amerikanischen Zölle auf Autos könnte die deutsche Automobilwirtschaft nach Einschätzung der Bundesregierung jährlich bis zu sieben Milliarden Euro kosten. Wie die Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage berichtete, ergaben unterschiedliche Berechnungen, „dass der negative Effekt in Deutschland bei einer Größenordnung von fünf bis sieben Milliarden, also etwa 0,2 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts, liegen könnte“. Das berichtete das Handelsblatt.

          Ausgegangen wurde dabei von einer Anhebung der Zölle von derzeit 2,5 Prozent auf 25 Prozent. Deutschland dürfte dabei unter den vier abgefragten Ländern – Kanada, Japan, Mexiko – in absoluten Zahlen „am stärksten betroffen sein“, heißt es in der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage von FDP-Fraktionsvize Michael Theurer.

          Kein Anstieg der Arbeitslosigkeit?

          Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit befürchtet die Bundesregierung jedoch nicht, wie aus der Antwort weiter hervorgeht. In Deutschland dürften mögliche Auswirkungen „angesichts der geringen gesamtwirtschaftlichen Effekte und der anhaltend hohen Arbeitskräftenachfrage kaum ins Gewicht fallen“, heißt es.

          Theurer warf der Regierung hingegen vor, das Problem kleinzureden, und zwar „sicher auch aus diplomatischen Gründen“. Die Auswirkungen dürften „größer sein als dargestellt“, sagte er der Zeitung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse das Thema deshalb „zur Chefsache machen und dafür sorgen, dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und der EU nicht weiter verschärft“.

          Der Handelskonflikt zwischen Washington und Brüssel hatte sich nach einem Gespräch zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Juli zunächst entspannt. Zuletzt brachte Trump aber wieder Strafzölle auf Autos aus der EU ins Spiel – und Juncker kündigte für diesen Fall Gegenzölle an.

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