https://www.faz.net/-gqe-9h6d4

Nafta-Nachfolger : Trump unterschreibt neues Handelsabkommen mit seinen Nachbarn

  • Aktualisiert am

So sehen Sieger aus: Donald Trump, Justin Trudeau (r.) und der nun aus dem Amt scheidende mexikanische Staatschef Enrique Pena Nieto. Bild: Reuters

Der amerikanische Präsident ist zufrieden mit dem „Deal“, den er mit Kanada und Mexiko geschlossen hat. So äußert sich nicht jeder.

          1 Min.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump, sein scheidender mexikanischer Amtskollege Enrique Peña Nieto und Kanadas Premierminister Justin Trudeau haben wie geplant an diesem Freitag das Nachfolgeabkommen für den nordamerikanischen Freihandelspakt Nafta unterzeichnet. Die drei Staatsmänner kamen am Rande des G20-Gipfels in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires zusammen. Die Parlamente aller drei Länder müssen das Abkommen noch ratifizieren.

          Trump erklärte, das Nachfolgeabkommen für Nafta sei „eine Modellvereinbarung, das die Handelslandschaft für immer verändern wird.“ Das Freihandelsabkommen ist eine der größten Vereinbarungen dieser Art der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar (19,79 Billionen Euro) ab.

          Das Abkommen war Gegenstand erbitterter Streitigkeiten zwischen den Nachbarländern und stand mehrfach kurz vor dem Scheitern. Besonders Trump hatte den fast 25 Jahre alten Nafta-Pakt mehrfach als nachteilig für die Vereinigten Staaten bezeichnet. Er favorisierte bilaterale Abkommen mit den beiden amerikanischen Nachbarländern.

          Trudeau wies darauf hin, dass damit 70 Prozent der Exporte seines Landes zollfrei seien. Dies bezeichnete er als wesentlichen Erfolg. Trudeau, der sich in Handelsfragen zuletzt besonders hart mit Trump auseinandergesetzt und bis zuletzt um einen besseren Deal für sein Land gefochten hatte, bemängelte, dass Amerikas Sonderzölle auf Stahl und Aluminium noch immer gelten. Er werde weiter daran arbeiten, dies zu ändern.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Milliardenhilfen : Die große Konjunkturwette

          Keine Kaufprämien für Verbrenner, dafür eine niedrigere Mehrwertsteuer auf alle Produkte: So will die große Koalition die Wirtschaftskrise überwinden. Doch ob diese Strategie aufgeht, ist nicht gesagt.
          Die Anti-Malaria-Pille Hydroxychloroquin steht unter Verdacht.

          Wissenschaftsskandal : Manipulation mit Malaria-Mitteln?

          Es ist der bisher größte Skandal in der Corona-Arzneiforschung: Eine kleine Datenfirma steht wegen zweier großer Medikamenten-Studien unter Betrugsverdacht, die Weltgesundheitsorganisation schlingert und die Medizinbranche ist in Aufruhr.

          Trumps früherer Pentagon-Chef : Mattis macht mobil

          James Mattis war ein ranghoher General und Donald Trumps Verteidigungsminister. Nun wirft er dem Präsidenten Machtmissbrauch vor. Die Amerikaner fordert er dazu auf, sich von ihm abzuwenden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.