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Trump trifft EU-Vertreter : Mehr amerikanisches Rindfleisch für Europa

Die Einigung mit der EU über einen Anstieg amerikanischer Rindfleischexporte bezeichnete Trump als „bedeutenden Erfolg“. Bild: AFP

Während der Handelsstreit zwischen der Trump-Regierung und China mit der Ankündigung neuer Zölle in die nächste Runde geht, zeigt sich der amerikanische Präsident der EU gegenüber versöhnlich.

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          Die deutsche Wirtschaft ist alarmiert über den eskalierenden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China. „Das Weiterdrehen der Zollspirale schadet nicht nur den beiden Ländern, sondern der gesamten Weltwirtschaft“, warnte Stefan Mair, Mitglied der Geschäftsführung des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI). „Es ist besorgniserregend, wie die amerikanische Regierung die Risiken einer globalen Rezession in Kauf nimmt.“

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), sagte der F.A.Z.: „Das ist ein überaus negatives Signal für die ohnehin schwächelnde Weltkonjunktur und unsere so stark vom Export abhängige Wirtschaft.“ Wenn der amerikanische Präsident Donald Trump nun noch neue Zölle auf Autos auf den Weg bringe, „würde das den Welthandel regelrecht erschüttern und insbesondere den deutschen Export auf eine schiefe Bahn führen“. Trump drohte den Europäern wiederholt mit Strafzöllen auf Autos und Autoteile, was vor allem die deutschen Hersteller empfindlich treffen würde. Derzeit stocken die Verhandlungen zwischen Washington und Brüssel, weil die Amerikaner verlangen, auch die Landwirtschaft in ein umfassenderes Abkommen einzubeziehen – und nicht nur die Industrie.

          Hier gab es am Freitagabend versöhnliche Töne: Die Einigung mit der EU über einen Anstieg amerikanischer Rindfleischexporte bezeichnete Trump als „bedeutenden Erfolg“. Die EU-Kommission hatte schon Mitte Juni angekündigt, Teile des Einfuhrkontingents fest für amerikanische Anbieter zu reservieren. Es gilt als Zugeständnis von Brüssel, eine weitere Eskalation im Handelsstreit zu vermeiden. Auf einem Treffen mit EU-Vertretern war Trump am Freitag zu irritierenden Scherzen aufgelegt: Seinen Worten zufolge arbeiten die Vereinigten Staaten an einem Abkommen, mit dem sich die EU dazu bereit erklären werde, 25 Prozent auf Mercedes-Benz- und BMW-Autos zu zahlen, die in die Vereinigten Staaten eingeführt werden. Amerika wisse das zu schätzen, sagte Trump und schob sofort hinterher: „War nur ein Witz.“

          Neue Zölle für China

          Am Donnerstagabend hatte Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter überraschend angekündigt, ab dem 1. September neue Zölle auf Einfuhren aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar zu erheben. Die Anleger an den Finanzmärkten reagierten deutlich: Die Aktienkurse gaben nach, der Ölpreis fiel um bis zu 7 Prozent. Am Freitag büßte der Dax 3 Prozent ein, und die Rendite dreißig Jahre laufender Bundesanleihen rutschte erstmals unter die Marke von null Prozent.

          Trump twitterte, nachdem ihn sein Handelsbeauftragter Robert Lighthizer und der amerikanische Finanzminister Steve Mnuchin über ihre Handelsgespräche mit den Chinesen in Schanghai unterrichtet hatten. „Wir dachten, wir hätten vor drei Monaten einen Vertrag mit China abgeschlossen, aber leider entschied sich China, den Vertrag vor der Unterzeichnung neu zu verhandeln“, beklagte Trump. China habe indes zugestimmt, große Mengen amerikanischer Agrargüter zu kaufen, dies aber unterlassen, monierte er und attackierte den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping: „Mein Freund Präsident Xi sagte, dass er den Verkauf von Fentanyl an die Vereinigten Staaten stoppen würde – das ist nie passiert, und viele Amerikaner sterben weiter!“

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