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Trump über Handelsstreit : „Es wird Neues zu China geben“

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„Es ist ein klares Signal an die USA, aber auch an Europa, dass Peking weitere Schritte zur Marktöffnung unternimmt“, sagte Katja Drinhausen vom China-Institut Merics in Berlin. Trotz „substanzieller Verbesserungen“ sei das Investitionsgesetz vor allem eine symbolische Geste. Der chinesischen Führung blieben auch weiterhin genügend Spielräume, um den Zugang für ausländische Firmen zu erschweren. Beobachter wiesen darauf hin, dass das Gesetz als Reaktion auf den Handelsstreit mit Amerika deutlich beschleunigt vorgelegt wurde.

Beide Länder überziehen sich seit Monaten gegenseitig mit hohen Sonderzöllen. Inzwischen ist rund die Hälfte aller amerikanischen Einfuhren aus China mit zusätzlichen Zöllen belastet.

Zehn-Punkte-Plan der EU

Die Vereinigten Staaten fordern mehr Marktzugang in China, eine Verringerung des amerikanischen Handelsdefizits sowie einen besseren Schutz gegen Produktpiraterie und zwangsweisen Technologietransfer für in China tätige amerikanische Unternehmen. Auch stoßen sich die Vereinigten Staaten an staatlicher Förderung chinesischer Firmen, die aus ihrer Sicht den Markt verzerrt.

Auch in Europa wächst die Kritik an Chinas Staatswirtschaft. Als Reaktion auf das politische und wirtschaftliche Machtstreben Chinas hatte die EU-Kommission am Dienstag einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, damit europäische Interessen gewahrt werden. So schlägt die Brüsseler Behörde vor, die Vergabe öffentlicher Aufträge stärker an Arbeits- und Umweltstandards zu knüpfen. Zudem sollen die EU-Regeln gegen wettbewerbsverzerrende Auswirkungen ausländischer Staatsbeteiligungen und Finanzierungen noch einmal verschärft und Risiken intensiver analysiert werden.

Als zentrales Element des neuen chinesischen Investitionsgesetzes sehen Experten, dass es die grundsätzliche Gleichbehandlung von ausländischen Investitionen rechtlich festschreibt. Ein verordneter Technologietransfer wird untersagt. Auch der verbesserte Schutz von geistigem Eigentum und ein Beschwerdeverfahren sollen ausländischen Investoren Entgegenkommen signalisieren.

Noch nie eine Vorlage abgelehnt

Allerdings gibt es weiterhin Negativlisten von Wirtschaftsbereichen, in denen ausländische Investitionen oder Unternehmen nicht oder nur eingeschränkt tätig werden dürfen.

Angesichts des Handelskrieges und der hohen Verschuldung trüben sich die wirtschaftlichen Aussichten in China zunehmend ein. Chinas Regierung hat sich deshalb für dieses Jahr erneut ein geringeres Wachstumsziel gesetzt. Es soll zwischen „6,0 bis 6,5 Prozent“ liegen, heißt es in dem Arbeitsbericht von Regierungschef Li Keqiang, den die Delegierten des Volkskongresses am Freitag annahmen. Es wäre das niedrigste Wachstum seit fast drei Jahrzehnten. Im Vorjahr hatte sich die Regierung ein Ziel von „rund 6,5 Prozent“ gesetzt. Am Ende wurden 6,6 Prozent erreicht.

Mit einer Senkung der Steuern und Abgaben will Peking die Konjunktur ankurbeln. Während die Ausgaben im neuen Haushalt insgesamt um 6,5 Prozent steigen, bekommt das Militär mit 7,5 Prozent wieder deutlich mehr.

In seiner Geschichte hat der Volkskongress noch nie eine Vorlage abgelehnt. Doch äußert sich bei manchen Abstimmungen durch die Zahl der Gegenstimmen und Enthaltungen eine gewisse Unzufriedenheit, woraus sich der Grad der Zustimmung ablesen lässt

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