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Trump vermutet Manipulation : Kommt jetzt der Währungskrieg?

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Auch die EU beschuldigt Trump regelmäßig unfairer Handelspraktiken. Erstmals bezichtigt er sie nun aber offen unlauterer Währungstricksereien. Gegen China hingegen hatte Trump diesen Vorwurf bereits im Wahlkampf erhoben. Allerdings war er im April 2017 nach einem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping explizit davon abgerückt.

Trump machte nun aber auch die amerikanische Notenbank Federal Reserve dafür mitverantwortlich, dass die Vereinigten Staaten ihres „großen Wettbewerbsvorteils“ im internationalen Handel beraubt würden. Durch das Drehen an der Zinsschraube werde die positive Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft beschädigt: Amerika sollte „nicht dafür bestraft werden, dass sie sich so gut schlagen“. Dass sich ein amerikanischer Präsident zur Zinspolitik der eigenen Notenbank äußert, ist ein höchst ungewöhnlicher Vorgang. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Fed in ihren Entscheidungen unabhängig.

Trump droht China, sämtliche Importe mit Strafzöllen zu belegen 

Als Reaktion auf das robuste Wachstum der amerikanischen Wirtschaft hatte die Notenbank den Leitzins in diesem Jahr bereits zwei Mal angehoben. Die Zinsschritte waren allerdings sehr moderat, damit sie keine wachstumsdämpfende Wirkung entfallen. Der amerikanische Leitzins liegt inzwischen auf einem Niveau von 1,75 bis 2,0 Prozent. Zinssteigerungen können potenziell zu einem Anstieg der jeweiligen Währung führen, da dadurch Geldanlagen attraktiver werden. Die EZB hat im Unterschied zur Fed bislang auf Zinsanhebungen verzichtet, womit ihr der Leitzins weiter bei null Prozent liegt.

In einem Interview des Senders CNBC prangerte Trump die EU und China gleichermaßen an. Peking drohte er mit einer drastischen Ausweitung der Strafzölle: „Ich bin bereit, bis 500 zu gehen“. Damit bezog er sich auf die 505,5 Milliarden Dollar (434 Milliarden Euro), auf die sich die chinesischen Einfuhren in die Vereinigten Staaten 2017 summierten. Trump hatte bereits in den vergangenen Monaten Strafzölle gegen China und die EU verhängt, was von dort mit Gegenzöllen beantwortet wurde. Zuletzt waren Anfang Juli amerikanische Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft getreten. China wirft Amerika vor, den „größten Handelskrieg der Wirtschaftsgeschichte“ auszulösen. Weltweit schürt der Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften massive Sorgen vor einem Konjunktureinbruch.

Auch der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der EU droht weiter zu eskalieren. Trump lässt derzeit prüfen, ob nach den Aufschlägen auf Stahl und Aluminium nun auch neue Zölle auf Autoimporte erhoben werden sollen. Dies würde vor allem Deutschland hart treffen. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström warnte Trump bereits, Strafzölle auf Autos wären „katastrophal“. Zugleich bestätigte sie, dass die EU-Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten bereits eine Liste möglicher Vergeltungszölle erstellt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will aber am Mittwoch bei einem Treffen mit Trump im Weißen Haus versuchen, den Handelskonflikt noch zu entschärfen.

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