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Trump droht China mit Zöllen : „Ich könnte noch um 300 Milliarden Dollar nach oben gehen“

  • Aktualisiert am

Hier schütteln sie noch die Hände, inzwischen kreuzen sie im Handelskrieg wieder die Schwerter: Amerikas Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping. Bild: AFP

Trump droht mit einer weiteren Eskalation im Handelsstreit – und meint, China wolle dennoch einen Deal machen. In den Verhandlungen mit Mexiko sieht er dagegen „bei weitem nicht genug“ Fortschritte.

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          Amerikas Präsident Donald Trump droht im Handelsstreit mit China mit neuen milliardenschweren Strafzöllen. „Ich könnte noch mindestens um 300 Milliarden Dollar nach oben gehen, und das werde ich zur richtigen Zeit tun“, sagte Trump am Donnerstag in Irland zu Reportern. Welche Waren betroffen sein könnten, ließ er offen. Trump geht nach eigenen Worten aber davon aus, dass eine Einigung noch möglich ist – auch in dem Konflikt mit dem Nachbarn Mexiko. „Ich denke, dass China einen Deal machen will und ich denke, dass Mexiko einen Deal unbedingt machen will“, betonte Trump, bevor er auf dem irischen Flughafen Shannon an Bord der „Air Force One“ ging, um zu einer Gedenkfeier nach Frankreich zu kommen.

          Das Handelsministerium in Peking erklärte umgehend, die Volksrepublik müsse Gegenmaßnahmen ergreifen, sollten die Vereinigten Staaten den Handelskonflikt einseitig eskalieren. Der künftige Kurs im Handelskonflikt hänge von den Amerikanern ab. Die Anwendung von Druck durch die Vereinigten Staaten habe zu schweren Rückschlägen in den Verhandlungen geführt, kritisierte Ministeriumssprecher Gao Feng.

          Trump hofft auf Rückkehr von Unternehmen

          Die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind seit dem Scheitern der Handelsgespräche Anfang Mai stark gestiegen. Seit dem 10. Mai gibt es keine persönlichen Treffen zwischen beiden Seiten mehr. Damals erhöhte Amerika die Zölle für chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar auf 25 Prozent, was Peking zu Vergeltungsmaßnahmen veranlasste.

          Der Handelskonflikt zwischen Amerika und China und die angedrohten amerikanischen Aufschläge auf Importe aus Mexiko werden nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) keine globale Rezession auslösen. Allerdings lasteten die eskalierenden Drohungen auf der Zuversicht der Unternehmen und der Märkte, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. Es werde zwar ein langsameres Wachstum geben, „aber trotzdem noch ein Wachstum“.

          Nicht nur mit China liegen die Vereinigten Staaten im Clinch, sondern auch mit Mexiko. „Fortschritte werden gemacht, aber bei weitem nicht genug“, twitterte Trump vor der für Donnerstag erwarteten neuen Verhandlungsrunde in Washington. Er wiederholte zugleich seine Drohung, ab Montag Aufschläge von zunächst fünf Prozent auf Importe aus dem südlichen Nachbarland zu verhängen, sollte deren Regierung nicht stärker gegen Einwanderer vorgehen. Sie könnten danach monatlich steigen, sollte es zu keiner Einigung kommen. „Je höher die Zölle, desto mehr Unternehmen ziehen in die Vereinigten Staaten zurück“, so Trump. Die Zölle könnten auch deutsche Unternehmen wie VW, BMW und Daimler treffen, die in Mexiko fertigen.

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